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Projekte

Forschungsvorhaben - Projektsteuerung der AGFW-Forschungsstelle

Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass durch Forschung und Entwicklung zu klärende Fragen zügig und mit großer Effizienz durchgeführt werden können, wenn sie als Projekte aufgelegt werden, von der Forschungsstelle koordiniert und gesteuert und vom Forschungsbeirat bzw. von einer von ihm gebildeten Arbeitsgruppe kontrolliert und unter dem Gesichtspunkt ihrer Verwertbarkeit für Politik und Versorgungswirtschaft gefiltert werden.

Bei den Forschungsvorhaben lassen sich nach der Finanzierung selbst- oder geförderte/überwiegend fremdfinanzierte Projekte unterscheiden und nach den Inhalten übergreifende Studien und technische Entwicklungsvorhaben.

Selbstfinanzierte Vorhaben waren im Jahr 1999 die Vorhaben "Primärenergieaufwandszahlen" und "CO2-Emissionen durch Errichtung und Beheizung von Gebäuden". Sie dienten der Klärung von Sachverhalten und sind wirkungsvoll in die AGFW-Stellungnahmen zur Energieeinsparverordnung 2000 und zur DIN 4701-10 eingeflossen. In den Jahren 2001 und 2002 wurden Vorhaben des Bremer Energie Institutes "Untersuchung der zukünftigen Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen" und weitere Arbeiten wie die "Organisation der Zertifizierung von KWK-Anlagen" zur Flankierung der Argumentation des Verbandes im Rahmen der Umsetzung des KWK-Gesetzes aus Forschungsmitteln der AGFW finanziert.

AGFW-Studie "Pluralistische Wärmeversorgung" (seit 1999)

Die AGFW-Studie "Pluralistische Wärmeversorgung" ist ein gefördertes (überwiegend fremdfinanziertes) FE-Projekt, das in enger Abstimmung mit dem Forschungsbeirat und nach dessen Vorgaben vorbereitet/inhaltlich strukturiert wurde.

Ausgehend von den bestehenden Verpflichtungen Deutschlands zur Reduktion klimaschädigender Gase, setzt sich das Vorhaben das Ziel, Strategien und Technologien darzustellen, die unter liberalisierten Marktbedingungen zur vorgegebenen Minderung beitragen.

Es werden zwei Zeithorizonte unterschieden: 2005 und 2020. Die in den Jahren 1999 und 2002 durchgeführte Vorstudie zeigt kurzfristige Maßnahmen für den Zeithorizont 2005 auf. Die in drei Bearbeitungsabschnitten konzipierte Hauptstudie untersucht mittelfristige Maßnahmen und ist auf den Zeithorizont 2020 ausgelegt.

Zur Zeit ist der zweite Abschnitt der Hauptstudie in Arbeit, dessen Schwerpunkte der zukünftige Wärmemarkt und die Entwicklung und Bewertung der KWK-Techniken ist.

EU-Vorhaben "Abzweigoptimierung" (2000 - 2002)

Das von der EU geförderte und fast ausschließlich mit Eigenmitteln der Industrie (fördernde Mitglieder der AGFW) finanzierte, zweijährige Vorhaben "Abzweigoptimierung" wurde von der Forschungsstelle als Koordinator (=Vertragspartner der EU) als technisches Entwicklungsprojekt organisiert. Ziel des Projektes war die Steigerung der Tragfähigkeit von Abzweigen um 100 % bei einer gleichzeitigen Senkung der Produktionskosten um 30 %. Vor dem Hintergrund der Finanzhilfen der EU zur Erneuerung der Wärmenetze in den mittel- und osteuropäischen Staaten diente das Vorhaben auch übergerordneten Zielen der Integration und Erweiterung der Gemeinschaft.

FE-Verbundvorhaben Neuartige Wärmeverteilung "Neuartige Techniken und Bauweisen für die Fernwärmeverteilung unter Ausnutzung statischer Grenzbereiche, neuer Werkstoffe und verbesserter Verlegetechnik" (1988 - 1996)

Das FE-Verbundvorhaben "Neuartige Wärmeverteilung" war mit einer Laufzeit von rund 10 Jahren und einem Finanzvolumen von 32 Mio. DM bei einer 50 %-Förderung durch das BMBF die größte Anstrengung der Fernwärmeversorgungsunternehmen, durch Innovation die Weiterentwicklung des Fernwärmeleitungsbaus zu beschleunigen.

Ziel des Vorhabens war es, durch Senkung der relativ hohen Investitionskosten für die Verteilungsnetze dem weiteren Ausbau der Fernwärme neue Räume zu eröffnen und die Marktposition der Fernwärme insgesamt zu verbessern.

Parameterstudie "Örtliche und regionale Versorgungskonzepte für Niedertemperaturwärme" (1980 - 1984)

Untersuchung im Rahmen des gemeinsamen Arbeitsprogramms des Bundesministers für Forschung und Technologie und des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Die Parameterstudie zielte darauf, die energietechnischen, städtebaulichen und wirtschaftlichen und methodischen Grundlagen für die Planung zusammenzustellen.

Gesamtstudie über die Möglichkeiten der Fernwärmeversorgung aus Heizkraftwerken in der Bundesrepublik Deutschland (1974 - 1977)

Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Technologie von der AGFW in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsberatung AG (Düsseldorf)I und KA-Planungs GmbH (Heidelberg) sowie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (München) erstellt.

Die Gesamtstudie stellt eine auf die ganze Bundesrepublik Deutschland bezogene Analyse über die Anwendungsmöglichkeiten der Fernwärmeversorgung über Heizkraftwerke vorwiegend aus technisch-wirtschaftlicher, ökologischer und volkswirtschaftlicher Sicht dar.

Aufgabe der Studie war es, festzustellen, mit welchen wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen ist, wenn die Fernwärmeversorgung bis 1990 beschleunigt ausgebaut wird.

Die Ergebnisse der Studie haben optimistische Erwartungen bestätigt, sie haben aber auch deutlich gezeigt, wo die Grenzen einer wirtschaftlich vertretbaren Fernwärmeversorgung liegen.

Mit diesem Studienwerk wurden wesentliche Voraussetzungen zur Erarbeitung örtlicher Versorgungskonzepte auf dem Wärmemarkt geschaffen.

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