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Arbeitsgruppe „Grabenloser Fernwärmeleitungsbau“

Motivation:
Im konventionellen Leitungsbau wird ein Graben ausgehoben und ab einer Tiefe von 1,25 m mit einer Verbauwand ausgestattet. Danach wird das Rohr im Graben verlegt. Anschließend wird der Graben verfüllt und der eventuell vorhandene Verbau wieder gezogen. Das Verfahren ist aufgrund der vielen Arbeitsschritte pro laufenden Meter zeit- und kostenintensiv. Bei grabenlosen Verlegetechniken ist kein Graben notwendig. Die Leitung wird von einer Startbaugrube oder direkt von der Geländeoberfläche aus unterirdisch verlegt. Dabei kommen teilweise Geräte zum Einsatz, deren Betrieb teurer ist als herkömmliche Tiefbaumaschinen. Dennoch sind grabenlos verlegte Leitungen im Vergleich zu konventionell verlegten Leitungen oftmals genauso wirtschaftlich oder sogar im Vorteil. Teilweise ist die grabenlose Verlegung manchmal die einzige Möglichkeit einen bestimmten Trassenverlauf zu verwirklichen. Die Kombination der Techniken Fernwärmeleitung und grabenlose Verlegung wird heute meistens durch die Verwendung eines Schutzrohres verwirklicht. Es sind also zwei Rohre für einen Trassenabschnitt notwendig. Technisch ist es allerdings nach Klärung der Randbedingung prinzipiell kein Problem, die Fernwärmerohre direkt grabenlos zu Verlegen.
Hinsichtlich der Kostenreduktikon, der geringen Oberflächen- und Umweltbeeinflussung ist die grabenlose Verlegung von Rohrleitungen ein vielversprechendes, innovatives Verfahren, welches auch für den Fernwärmeleitungsbau eine allgemeine Akzeptanz erfahren sollte. Hierfür ist eine abgesicherte Wissensbasis notwendig.

Arbeitsplan/Vorgehen:
Vertreter von Mitgliedsunternehmen des AGFW, fachkundige Berater aus Wissenschaft und Wirtschaft und die Geschäftsstelle betreuten innerhalb der Arbeitsgruppe Voruntersuchungen und Recherchen zum genannten Thema. Inzwischen wurde aus der geleisteten Vorarbeit der Antrag „Identifikation von Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes Grabenloser Verlegetechniken im Fernwärmeleitungsbau“ – kurz: „Grabenloser Fernwärmeleitungsbau“ entwickelt. Die vollständigen Antragsunterlagen wurden beim Projektträger Jülich in der 22. KW 2011 eingereicht. Zwischenzeitlich wurde uns der Eingang bestätigt und die Projektnummer 03ET1063A vergeben.

Zeitplan:
Der Antrag für ein Forschungsvorhaben zum grabenlosen Fernwärmeleitungsbau ist eingereicht. Die Arbeitsgruppe wird die Bearbeitung des Forschungsvorhabens nach Bewilligung aktiv begleiten. Eine nächste Sitzung wird mit der Bewilligung und dem Projektstart stattfinden. Ein Termin für die Bewilligung liegt noch nicht vor. Ein weiterer Sitzungstermin wurde deshalb bisher noch nicht festgelegt.

Sitzungen:
Workshop „Grabenloser Fernwärmeleitungsbau“, 01.10.2009, Wien
1. Sitzung 21. Januar 2010, Frankfurt AGFW Geschäftsstelle
2. Sitzung, 28. April 2010, Karlsruhe
3. Sitzung, 18. Januar 2011, Frankfurt AGFW Geschäftsstelle
4. Sitzung, 11. März 2011, Frankfurt AGFW Geschäftsstelle

Arbeitsgruppe „Recyclingmaterial“

Motivation:
Als Bettungsmaterial für Fernwärmeleitungen ist nach AGFW-Regelwerk ein Natursand mit eine Körnung 0/4 gefordert. Sand liefert in der Regel die erforderlichen physikalischen Eigenschaften die ein geeignetes Bettungsmaterial für Fernwärmeleitungen haben sollte. Die spezifischen Eingangsparameter für die statische Berechnung sind weitgehend bekannt. Allerdings existieren offensichtlich auch Recyclingmaterialien, die ebenfalls die baupraktisch relevanten physikalischen Eigenschaften von Natursand besitzen. Bei der Verwendung von Recyclingmaterial ergeben sich im Vergleich zum Natursand oft wirtschaftliche und auch ökologische Vorteile.

Nach FW401 Teil 10, Absatz 3.6.3.3, sollen allerdings Recyclingmaterialien nicht in der Leitungszone zur Bettung von Fernwärmeleitungen verwendet werden. Die Arbeitsgruppe „Recyclingmaterial“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Wissensstand zu Recyclingmaterialien insbesondere mit dem Blick auf Vergleichbarkeit mit Natursand und Umweltverträglichkeit aufzuarbeiten und diese durch geeignete Literatur und Versuche nachzuweisen. Hierdurch sollen die vorhandenen Einsparpotenziale nutzbar gemacht werden, indem die Anwendbarkeit von Recyclingmaterialien auch in der Leitungszone nachgewiesen wird. Ziel ist es in einem Arbeitspapier die Erkenntnisse zusammenzufassen und einen Vorschlag zu deren Berücksichtigung im Regelwerk zu erarbeiten.

Arbeitsplan/Vorgehen:
Das Vorgehen der Arbeitsgruppe wurde wie folgt strukturiert:

1. Ermittlung der relevanten Unterlagen (Literatur, Versuchsergebnisse, Erfahrungswerte in situ, Nachweisverfahren Umweltverträglichkeit)
2. Erarbeitung eines bodenmechanischen Laborprogramms für die Bestimmung noch nicht vorhandener Eingangsparameter für die Rohrstatik bei Recyclingmaterialien
3. Definition von Anforderungen und erforderliche Nachweise für ein geeignetes Recyclingmaterial (z.B. Nachweis eines Gütezeichens)
4. Erarbeitung eines Ergebnispapiers zur Vorlage beim AK Netzbautechnik
5. Ausarbeitung eines Textvorschlags für einen überarbeiteten Absatz 3.6.3.3 der FW401 Teil 10

Dabei bezieht sich die Arbeit der Arbeitsgruppe zunächst nur auf Reycylingmaterialien die in einer Aufbereitungsanlage entstammen.

Zeitplan:
Die Arbeitsgruppe setzt sich das Ziel die oben genannten Arbeitsschritte 1-4 innerhalb von ca. einem Jahr bzw. innerhalb von 3 bis 4 Sitzungen umzusetzen.

Sitzungen:
1. Sitzung 5.Juli 2011 Wels
2. Sitzung 13. Oktober 2011 Stuttgart

Veranstaltungen
zum Thema:

14.06.2012
Solare Wärmeversorgungskonzepte für Kommunen und Wohngebieté in München

03.07.2012
Speicher und Speicherkonzepte in

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