Geotechnisches Seminar "Interaktion Fernwärmerohr - Boden"
Fernwärme ist eine der Lösungen, mit der die ambitionierten Klimaschutzziele der nächsten Jahrzehnte der Bundesregierung bei einem entsprechenden Ausbau erreicht werden können. Hocheffizienz und Flexibilität sind offensichtliche Stärken der Fernwärme, die in Zukunft immer mehr Bedeutung bekommen werden. Genauso wichtig wie die Bereitstellung von Wärme ist auch deren Verteilung. Um zukünftig mehr Fernwärme verteilen zu können, muss die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. Dem wirtschaftlichen Ausbau der Wärmenetze gilt es deshalb besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Hohe Investitionen sind für den Tiefbau zu verzeichnen. Es ist daher wichtig, sich über die Möglichkeiten und Grenzen bei der Verlegung von Fernwärmeleitungen zu informieren.
Werden Fernwärmeleitungen erdverlegt, interagieren sie mit dem anstehenden Baugrund. Für eine wirtschaftliche Bemessung sind gute Kenntnisse in der Bodenmechanik erforderlich. Dies gilt ebenso für die richtige Bewertung und Auswahl moderner, wirtschaftlicher, geotechnischer Verfahren im Fernwärmeleitungsbau. Dazu gehören beispielsweise die grabenlose Verlegung, die Verwendung von Recyclingbaustoffen oder die Verwendung von fließfähigen Verfüllmaterialien.
Das Geotechnische Seminar „Interaktion Fernwärmerohr – Boden“ nimmt sich den geotechnischen Fragestellungen im Fernwärmeleitungsbau an. In dem Seminar werden Referenten vortragen, die sich intensiv mit der Geotechnik im Rohrleitungsbau auseinandergesetzt haben. Dabei werden einerseits geotechnische Grundlagen vermittelt – Boden zum Anfassen - und andererseits auch fernwärmespezifische, komplexe Fragestellungen vorgestellt und erörtert (z.B. der Tunneleffekt). Wirtschaftliches Optimierungspotenzial im Tiefbau kann dann diskutiert werden.
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