Digitale Wärmebedarfskarte

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Projektbeschreibung

Die Herausforderungen des weltweiten Klimawandels sind auf das Engste mit der Frage verknüpft, wie unter den Bedingungen einer weltweit steigenden Energienachfrage in Zukunft die Versorgungssicherheit zu wirtschaftlichen Preisen gewährleistet und so insgesamt eine nachhaltige Energieversorgung verwirklicht werden kann. Im August 2007 hat das Bundeskabinett dazu in Meseberg ein ambitioniertes Energie- und Klimaprogramm mit insgesamt 29 Eckpunkten beschlossen /BMU 2007/. In dem "integrierten Energie- und Maßnahmenprogramm"der Bundesrepublik werden die Reduktionsziele für Treibhausgase in Deutschland von derzeit 18 % gegenüber dem Referenzjahr 1990 auf eine Reduktion von 36 %verdoppelt. Dadurch würde das für Deutschland bis 2020 anvisiertes Ziel einer Treibhausgasreduktion von -40 % einen entscheidenden Schritt näher kommen. Eine forcierte Steigerung der Effizienz von Energienutzung und –umwandlung auf der Angebots- sowie auf der Nutzerseite und deren rasche Umsetzung ist die entscheidende Option einer risikominimierenden Energie- und Klimaschutzpolitik. Hierbei bilden der Einsatz und Ausbau der Nah- und Fernwärme aus KWK-Anlagen,die Wärmeausnutzung aus regenerativen Quellen und der verbesserte Wärmeschutz im Gebäudebereich die Schwerpunkte für eine deutliche Senkung der energiebedingten Kohlendioxidemissionen innerhalb des Wärmemarktes. In den kommenden Jahren stehen auf diesem Markt große Veränderungen an, die sich neben der Liberalisierung des Gasmarktes vor allem aus den zu erwartenden Effizienzerhöhungen bei der Wärmeerzeugung und aus der Reduktion der Wärmenachfrage aufgrund der Energieinsparverordnung ergeben werden. Um den Fokus möglicher Investitionsentscheidungen im Wärmemarkt aufzuzeigen sind daher sowohl Kenntnisse des Nutzwärmebedarfs als auch des gegenwärtigen Standes bereits investierter Technologien zur Wärmebereitstellung ("Versorgungsstruktur") notwendig. Mit dem hier dargestellten Verfahren kann sowohl der Nutzwärmebedarf der Haushalte einer Gemeinde gut bestimmt, als auch durch Hilfe der vorgestellten Algorithmen der Nutzwärmebedarf der Gemeinden Deutschlands hinreichend genau abgeschätzt werden. Durch die Umsetzung der geforderten Einsparmaßnahmen der Energieeinsparverordnung sowie deren Fortschreibung wird die Entwicklung des Nutzwärmebedarfs der privaten Haushalte aufgezeigt. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend in ein lokales Energiesystemmodell übertragen werden. Mit dessen Hilfe lassen sich die wirtschaftlichen Versorgungsvarianten einer Gemeinde abbilden.

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