Flexibilitätsreserven |Wärmemarkt

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Hintergrund

Quelle: BEE

Die BEE-Systemtransformationsplattform soll Praxis und Wissenschaft zur Frage der Ausgestaltung eines Energiesystems basierend auf erneuerbaren Energien zusammen führen. In diesem Kontext hat der BEE mehrere Studien beauftragt. Ein wichtiger Themenkomplex sind Ausgleichsmöglichkeiten und Flexibilitätsinstrumente, die dazu dienen können, ein System mit hohen Anteilen fluktuierender erneuerbarer Erzeugung stabil zu halten. Daher erarbeitet eine bereits vergebene Studie einen Überblick der Wirkungsmechanismen aller diskutierten Flexibilisierungsmöglichkeiten. Die hier vorgeschlagene Untersuchung ist eine Ergänzung, da sie detailliert das Potenzial von Flexibilitätsreserven im Wärmebereich und die zur Realisierung notwendigen Rahmenbedingungen untersucht. Die stärkere Kopplung des Strom- und Wärmesektors ermöglicht die Nutzung von Flexibilitätsreserven und Speichermöglichkeiten im Wärmebereich zum Ausgleich von Fluktuationen in der Stromerzeugung und –nachfrage. In Dänemark zum Beispiel lässt sich beobachten, wie Wärmenetze die Integration erneuerbarer Energien erheblich erleichtern. Die Flexibilitätsreserven, die zwischen der Wärme- und Stromversorgung bestehen, werden noch verstärkt, indem die enthaltenen KWK Anlagen vorrangig in den wind- und sonnenarmen Zeiten laufen und momentane Stromüberschüsse über elektrische Heizstäbe oder Großwärmepumpen in Wärme umgewandelt und an die Wärmenetze abgegeben werden. Im Rahmen von Fernwärmesystemen lassen sich außerdem relativ kostengünstig große Wärmespeicher und damit hohe Pufferkapazitäten realisieren. Aber auch dort, wo z. B. aufgrund zu niedriger Siedlungsdichte keine Wärmenetze errichtetwerden können, lassen sich Flexibilitätsreserven der Wärmeversorgung nutzen um Erzeugungsschwankungen von Solar- und Windstrom auszugleichen und die begrenzten Angebote an Biomasse und Tiefengeothermie maximal auszunutzen. DezentraleWärmespeicher, Mini- oder Mikro-KWK-Erzeugungsanlagen sowie Elektroheizstäbe sind hier die wichtigsten ausgleichenden Komponenten. Im Rahmen dieser Studie soll eine detaillierte Analyse der Ausgleichsmöglichkeiten zwischen Strom- und Wärmesektor durchgeführt werden. Neben einer modellhaften Beschreibung der jeweiligen Technik und Auslegung sollen dazu insbesondere auch Erkenntnisse aus bereits bestehenden Projekten und die Erfahrungen aus der dänischen Praxis aufgegriffen werden. Die Studie widmet sich damit hauptsächlich den Fragen, wie hoch das Ausgleichspotenzial von Flexibilitätsreserven aus dem Wärmebereich(Wärme <-> Strom) ist, zu welchen Kosten die Flexibilitätsreserven genutzt werden können und wie Anreize für die Entwicklung sowie den Einsatz dieses Potenzials gesetztwerden können.

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