Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke

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Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke

Seit 2015 unterstützt der AGFW die Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN), ein Aktionsbündnis zwischen der Bundesregierung und 21 Verbänden und Organisationen der deutschen Wirtschaft. Ursprünglich als Initiative Energieeffizienz-Netzwerke gegründet, wurde die Initiative aufgrund ihres großen Erfolgs über das Ende ihrer ursprünglichen Laufzeit Ende 2020 hinaus bis 2025 verlängert und für weitere Klimaschutzthemen geöffnet und umbenannt. Ziel der IEEKN ist es, bis Ende 2025 zwischen 300 und 350 neue Netzwerke zu gründen und so zwischen neun und elf TWh/a sowie zwischen fünf und sechs Mio. t CO2 einzusparen.

Bei einem Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk handelt es sich um einen freiwilligen, systematischen, zielgerichteten und unbürokratischen Erfahrungs- und Ideenaustausch mehrerer Unternehmen über einen festgelegten Zeitraum. Die Unternehmen führen zunächst eine Bestandsaufnahme über ihr jeweiliges Einsparpotenzial durch und setzen sich ein (unverbindliches) Einsparziel. Aus den kumulierten Zielen der Unternehmen ergibt sich das Energieeinsparungsziel für das Netzwerk insgesamt. Auf dieser Grundlage findet der Erfahrungsaustausch in Form regelmäßiger Netzwerktreffen statt.

Neben seiner Funktion als Netzwerkträger und -moderator bringt sich der AGFW aktiv in den Steuerungskreis und die AGs der Initiative ein.


Der AGFW organisierte als Netzwerkträger von 2015 bis 2017 ein erstes Energieeffizienz-Netzwerk für die Fernwärmebranche, in dem die elf teilnehmenden Unternehmen das gemeldete Netzwerkziel von 100 GWh/a Energieeinsparung durch Einsparungen in Höhe von ca. 241 GWh/a bzw. ca. 74.000 t CO2 deutlich übertrafen.

Nach diesem Erfolg und der positiven Rückmeldung der Teilnehmer wurde das Netzwerk vom AGFW in einer zweiten Runde von 2018 bis Ende 2020 fortgeführt. In der zweiten Netzwerkrunde lag das Ambitionsniveau der elf teilnehmenden AGFW-Mitgliedsunternehmen noch höher; das gemeinsame Ziel zur Energieeinsparung betrug 280 GWh/a.

Da das Interesse an einer Teilnahme am Netzwerk ungebrochen hoch ist, führt der AGFW das Netzwerk auch über 2020 hinaus bis Juni 2023 weiter. Das große Interesse zeigt sich darin, dass die dritte Runde mit zwölf Teilnehmern noch mitgliederstärker ist als die vorangegangene.

Ein weiterer Beleg für die Attraktivität der Netzwerkarbeit ist, dass der AGFW zusammen mit dem Danish Board of District Heating (DBDH) und der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin 2021 das erste internationale Netzwerk in der Geschichte der Netzwerkinitiative gegründet hat. Die acht deutschen und dänischen Fernwärmeversorger werden ebenfalls bis Juni 2023 gemeinsam ihre Energieeffizienz erhöhen und ihre CO2-Emissionen senken. 

Das Netzwerk wird besonderen Fokus auf den Austausch von Erfahrungen, Best Practices und Perspektiven zwischen den deutschen und dänischen Teilnehmern legen.

Gemeinsam 280.000 Megawattstunden einsparen, die jährlichen Energiekosten um 500.000 Euro reduzieren oder den CO2-Ausstoß um 47.000 Tonnen pro Jahr senken. Das sind Ziele, die viele Unternehmen gern erreichen würden. Gleichzeitig sind das die konkreten Arbeitsergebnisse von drei Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland. Sie sind Teil der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke und werden gemeinsam mit neun weiteren Netzwerken in der Broschüre „Gemeinsam erfolgreicher“ vorgestellt. Dabei kommen Netzwerkträger, -moderatoren und Teilnehmer zu Wort, die von ihren Erfahrungen berichten, Zahlen präsentieren und dazu anregen wollen, über eine eigene Netzwerk-Beteiligung nachzudenken.