European Green Deal – Klimaneutrales Europa bis 2050

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Der European Green Deal - Klimaneutrales Europa bis 2050

Der Green Deal ist in doppelter Hinsicht zu betrachten: als eine Antwort auf die klima- und umweltbedingten Herausforderungen der Zukunft sowie als eine Wachstumsstrategie für die Europäische Union.

Der Deal, der in Form einer Mitteilung veröffentlicht wurde, enthält einen ersten Fahrplan für die wichtigsten Politiken und Maßnahmen, die zu seiner Erreichung  erforderlich sind.  Diese müssen jetzt mit konkreten Vorschlägen bzw. Änderungen der bestehenden Rechtsakte gefüllt werden. Als erstes wurde ein europäisches „Klimagesetz“ angekündigt, das schon im Jahr 2020 vorgeschlagen werden soll.

Der Deal wird auch Auswirkungen auf den Fernwärmesektor haben. Es wurde nämlich eine erneute Überarbeitung der zunächst im Rahmen des sog. Winterpakets novellierten bzw. neu verabschiedeten Richtlinien RED II (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) und EED (Energieeffizienzrichtlinie) angekündigt. Der Emissionshandel (ETS) und die Energiesteuerrichtlinie (ETD) sollen überarbeitet werden.

An vielen Stellen hat die Europäische Kommission auch die Sektorintegration (Sektorkopplung) hervorgehoben. Es wurde anerkannt, dass eine intelligente Integration von erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und anderen nachhaltigen Lösungen in allen Sektoren dazu beitragen wird, die Dekarbonisierung zu erreichen. Deshalb wird die Kommission schon im Jahr 2020 eine Strategie für eine intelligente Integration vorschlagen bzw. sie in bestehende Rechtsakte (wie TEN-E Verordnung über transeuropäische Energieinfrastruktur) integrieren.

Mehr zu den Auswirkungen des europäischen „Green Deal“ lesen Sie im AGFW Aktuell Ausgabe 1/20.