Nachhaltige Wirtschaft

Energiewirtschaft, Recht & Politik / Europa und Internationales / Neues aus Europa / Nachhaltige Wirtschaft

Nachhaltige Wirtschaft

Die Europäische Kommission beabsichtigt, Nachhaltigkeitskriterien in ihren finanzpolitischen Rahmen zu integrieren, um Finanzmittel für ein nachhaltiges Wachstum zu mobilisieren.

Dieses Thema wird als sog. Sustainable Finance, auch „Aktionsplan für nachhaltige Wirtschaft“ genannt. Zu den Zielen des Plans gehören u. a. die Neuausrichtung der Kapitalflüsse hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und die Schaffung von mehr Transparenz. Im Rahmen des Plans wird ein Klassifizierungssystem (Taxonomie) ausgearbeitet, das die Messung der ökologischen Nachhaltigkeit einer Wirtschaftstätigkeit und damit den Grad der Nachhaltigkeit einer Investition erlaubt. Das soll den Marktteilnehmern die Bewertung der Nachhaltigkeit von Finanzprodukten bzw. Vorhaben, in die investiert werden kann, erleichtern.

Grundlage für die Taxonomie wird eine Verordnung sein, an der die europäischen Institutionen momentan arbeiten. Definitiv fallen darunter Erzeugung, Speicherung, Verteilung oder Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen im Sinne der RED II. Kommission und Rat plädieren auch für die Aufnahme klimaneutraler Energien. Die Steigerung der Energieeffizienz wird ebenfalls als nahhaltig betrachtet. Die Behandlung der Müllverbrennungsanlagen wird noch Gegenstand der Diskussionen zwischen den Institutionen. Entgegen der ursprünglichen Vorschläge des Parlaments soll es zunächst keine sog. brown-list geben, in die die nicht nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten aufgenommen werden sollen.

Bereits jetzt arbeitet eine von der Kommission eingesetzte Technische Expertengruppe für nachhaltige Wirtschaft, die eine Vorlage für den Entwurf einer Taxonomie ausgearbeitet hat. Das Dokument sieht Investitionen in effizienteFW im Sinne des Art. 2 Nr. 41 Energieeffizienzrichtlinie (ein System, das mindestens 50 % erneuerbare Energien, 50 % Abwärme, 75 % KWK-Wärme oder 50 % einer Kombination dieser Energien und dieser Wärme nutzt) als nachhaltig an. Es werden allerdings bestimmte Kriterien für die Erzeugung der Wärme und des Stroms aus KWK aufgestellt: Diese gilt nur dann als nachhaltig, wenn Emissionsgrenzwerte von 100 g CO2e/kWh(e) und 30 g CO2e/kWh(th) nicht überschritten werden. Diese sollen kontinuierlich bis zum Jahr 2050 auf netto Null fallen.

Die AGFW-Mitglieder können mehr zur AGFW-Position zur Taxonomy und zu ihren Auswirkungen auf die Fernwärme im AGFW Aktuell 33/19 vom 18. Oktober 2019 lesen.

Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.