Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050

Quelle: BET

Die nationalen Klimaschutzziele sehen eine starke Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland vor. Ziel ist die Emissionsreduzierung um 40% bis 2020 bzw. um mindestens 85% bis 2050 gegenüber 1990. In NRW werden etwa ein Drittel aller CO2-Emissionen in Deutschland emittiert, so dass bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Emissionsminderung NRW eine tragende Rolle zukommt. Die Landesregierung NRW hat sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß in NRW bis 2020 um mindestens 25% und bis 2050 um mindestens 80% jeweils gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Ziele von NRW liegen formal unter denen der BRD, was durch die CO2-Lastigkeit von NRW begründet ist und keine defensive Zielstellung darstellt.

Mit dieser Zielsetzung hatte das Umweltministerium des Landes NRW die nun vorgestellte Machbarkeitsstudie beim Büro BET Aachen in Auftrag gegeben.  Die Studie wurde in ihrer fachlichen Erstellung durch die betroffenen Fernwärmeversorgungsunternehmen: Fernwärmeversorgung Niederrhein (FN), Stadtwerke Duisburg, EVO Energieversorgung Oberhausen AG, Stadtwerke Bochum, DEW21, E.ON Fernwärme, Stadtwerke Herten, RWE Power, STEAG Fernwärme, sowie dem Fernwärmebranchenverband AGFW eng begleitet.

Diese Studie setzt auf der KWK -Potenzialstudie für NRW aus dem Jahr 2011 auf und zeigt wie in 2050 – unter dann veränderten Erzeugungsstrukturen – die Metropole Ruhr mit Wärme aus KWK versorgt werden kann, und zwar aus unterschiedlichen Erzeugungsquellen: dazu gehören Müllheizkraftwerke, GuD-Kraftwerke, die dann noch vorhandenen Steinkohleheizkraftwerke, Industrieanlagen mit ihrer Abwärme sowie regenerativer Kraft-Wärme-Kopplung. Die Studie hat dabei auch den erwarteten, zukünftigen Wärmeverbrauch geprüft. Dabei wurden neben dem demografischen Faktor auch das Energiesparverhalten der Verbraucher und Preisentwicklungen prognostiziert.

Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Verbindung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr mittels neu zu erstellender Transportleitungen sinnvoll ist. Die Fernwärmeunternehmen, für die ein unmittelbarer Wärmbezug aus der Verbundschiene in Betracht kommt, werden nun die Gründung einer Projektgesellschaft – Fernwärmeschienengesellschaft Rhein und Ruhr (FWRR) – prüfen, um das Projekt bezüglich Technik und kommerzieller Bedingungen planerisch im Detail zu entwickeln. Wenn auch die im Rahmen der Detailplanung gewonnenen Ergebnisse und bis dahin konkretisierten Rahmenbedingungen die Erreichung der o.g. Zielsetzung gewährleisten, soll die Realisierung erfolgen.

Abschlussbericht (Kurzfassung):
Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050 (PDF, 410 KB)

Abschlussbericht (vorläufige Endversion):
Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050 (PDF, 6,6 MB)

Veranstaltungen
zum Thema:

26.09.2017
22. Dresdner Fernwärmekolloquium in Dresden

27.09.2017
Status-Workshop "Solarthermie in der Fernwärme" in Dresden

Login Mitgliederbereich:

Noch kein AGFW Mitglied?
Ihre Vorteile einer Mitgliedschaft
Wie werden Sie Mitglied?
>> Hier klicken

Unser Service:
FW 704 Entwurf 2017
FW 309-1 Entwurf 2017
Primärenergiefaktoren
FW 313
FW 703
Netzbetreibernummern
Zertifizierte Unternehmen
EnEV und Fernwärme
EEWärmeG und Fernwärme
- ANZEIGE -
Position zur Bundestagswahl 2017