IEA DHC Annex Task Shared 6

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Defining Process

Status Assessment, Ageing, Lifetime Prediction and Asset Management of District Heating (DH) Pipes

Projektziele

Ziel des Projektes ist die Verknüpfung laufender und zukünftiger nationaler Forschungsvorhaben zum Thema Lebensdauer und Alterung von Wärmenetzen. Der wissenschaftliche Austausch von Forschungsergebnissen soll einerseits dazu beitragen, das zielführende und vielversprechende Ansätze weiterentwickelt werden, um darauf aufbauend verbesserte Modelle zur Berechnung der Nutzungsdauer zu erarbeiten. Andererseits ist davon auszugehen, dass durch die internationale Zusammenarbeit eine breitere Akzeptanz seitens europäischer Normungsgremien für die Ergebnisse entsteht und somit die Migration der Ergebnisse in die europäische Normung beschleunigt wird. Die Inhalte und Ziele des Projektes werden in den verschiedenen Phasen bis zum Projektstart auf Grundlage der Expertise der Teilnehmenden präzisiert und in detaillierter Form ausgearbeitet.

Forschungsmessstrecke Chemnitz während der BAuphase und vor der Inbetriebnahme (2017), Quelle: AGFW

Infolge von betriebsbedingten Beanspruchungen stattfindende Alterungsprozesse und darauf aufbauende materialbasierte Nutzungsdauermodelle für verschiedene Rohrsysteme von Fernwärmenetzen sind elementarer Bestandteil des Asset Management von Fernwärmesystemen. Je näher die Betriebsdauer eines Trassenabschnittes der Nutzungsdauer gemäß der Dimensionierung des eingesetzten Rohrsystems kommt, desto größer wird das Bedürfnis des Versorgungsunternehmens die Restnutzungsdauer zu bestimmen und Instandsetzungs- sowie Rehabilitationsmaßnahmen in Verbindung mit betriebswirtschaftlichen Zielen zu optimieren.

Des Weiteren ist der Ist-Zustand des Wärmenetzes und die präziserer Kenntnisse zulässiger Belastungen für die Ausarbeitung von Transformationsstrategien für bestehende Fernwärmesysteme hin zu einem höheren Anteil an erneuerbaren Wärmeerzeugungsanlagen von Bedeutung.

Die Verbesserung von Methoden zur Zustandsbewertung, von ingenieurtechnischen Modellen zur Lebensdauerabschätzung verschiedener Rohrsysteme und die Weiterentwicklung bestehender Asset-Management-Tools für Fernwärmenetze sind deshalb Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Langfristiges Ziel ist es durch die Forschungsergebnisse zur Weiterentwicklung nationaler und europäischer Normen beizutragen.

Start des "Defining Process"

AGFW hat die Projektidee dem Exicutive Committee des International Energy Agency Technology Collaboration Programme on District Heating and Cooling including Combined Heat and Power (IEA DHC) vorgestellt und die Mitglieder haben sich dafür ausgesprochen die „Definition Phase“ zu starten.

Während des „Defining Process“ haben Forschungsstellen, Wissenschaftler, Experten und Versorgungsunternehmen die Möglichkeit ihre Forschungsideen, Ergebnisse und Erfahrungen zur Gestaltung des Themas einzubringen. Bisher war es üblich den damit verbundenen wissenschaftlichen Austausch im Rahmen eines Workshops zu ermöglichen.

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Sars-CoV-2 Virus wurde beschlossen, anstelle des Workshops mehrere Webmeetings durchzuführen. Das erste Webmeeting wird am 30.September 2020 stattfinden. Sofern es die Situation erlaubt, ist geplant einen Workshop am Ende des „Defining Process“ abzuhalten.

Eine Kurzbeschreibung des IEA DHC Annex Task Shared 6 sowie das Anmeldeformular zur Teilnahme am ersten Webmeeting können auf dieser Webseite zum Download bereitgestellt..

Neben den klassischen, direkt von IEA DHC finanzierten Förderprojekten können über IEA DHC auch internationale Kooperationsplattformen gestartet werden. Solche Plattformen erhalten keine Fördermittel von IEA DHC, sondern verknüpfen unterschiedliche nationale Forschungsvorhaben mit dem Ziel gemeinsame Publikationen von internationaler Relevanz zu erstellen.

Grundidee des IEA DHC Task Shared Annexes ist der wissenschaftliche Austausch von Forschungsergebnissen zum einem definierten Thema. Dabei werden die Projektidee (Thematik), Ergebnisse verschiedener Bearbeitungsphasen und die abschließenden Projektergebnisse dem Executive Commitee des IEA DHC präsentiert und erhalten eine entsprechende Freigabe des Gremiums. Bis zum Start des Projektes werden eine „Definition Phase“ (ca. 6 Monate) und die „Preparation Phase“ (ca. 12 Monate) durchlaufen.

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