Direkte oder indirekte Versorgung

Trinkwassererwärmungsanlagen können auf unterschiedliche Art und Weise an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

  • Trinkwassererwärmung - direkter Anschluss ohne Beimischregelung
    Liegt keine Gefahr einer Verkalkung vor, wird häufig aus Kostengründen auf eine Absenkung der Temperatur des Heizmittels verzichtet. In diesen Fällen werden die Heizflächen der Trinkwassererwärmungsanlagen mit der Netzvorlauftemperatur beaufschlagt. Die erforderliche sicherheitstechnische Ausrüstung kann der Tabelle entnommen werden.
  • Trinkwassererwärmung - direkter Anschluss mit Beimischregelung
    In Trinkwassernetzen mit hoher Gesamthärte, werden Trinkwassererwärmungsanlagen mit möglichst niedrigen Heizmitteltemperaturen (ca. 70 °C) betrieben, um einer Verkalkung vorzubeugen. Die Temperaturabsenkung wird durch eine Beimischregelung realisiert. Ist die Trinkwassererwärmungsanlage ein nachgeschalteter Regelkreis einer bereits abgesicherten Raumheizungsanlage, so ist für die sicherheitstechnische Ausrüstung die Heizmitteltemperatur und nicht die max. Netzvorlauftemperatur maßgebend.
  • Trinkwassererwärmung - indirekter Anschluss
    Trinkwassererwärmungsanlagen werden immer dann indirekt betrieben, wenn verhindert werden soll, dass bei einem Defekt der wärmeübertragenden Flächen Fernheizwasser in die Erwärmungsanlage eindringt oder umgekehrt Trinkwasser ins Fernheiznetz. Des Weiteren können bei Fernwärmenetzen, die mit hohen Drücken betrieben werden müssen, bei indirekt betriebenen Anlagen Bauteile mit einer geringeren Nenndruckstufe eingesetzt werden. Die bei indirekt betriebener Hauszentraler vorhandene Regelung für die Raumwärme kann ohne großen Mehraufwand für die Regelung der Heizmitteltemperatur der Trinkwassererwärmungsanlage mitgenutzt werden. 

Veranstaltungen
zum Thema:

14.03.2018
Vorankündigung 2. Kölner Netzmeistertage mit Fachausstellung Gas – Wasser – Fernwärme eine Veranstaltung der rbv GmbH in Köln

14.03.2018
Fernwärme-Kundenanlagen für Experten in Deidesheim

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