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Initiative Energetischer Stadtumbau 2025 – Energiewende gemeinsam gestalten

[ Hier die vollständige Pressemitteilung zum downloaden. ]

Erfurt, 31.01.2014 | Mit der Initiative „Energetischer Stadtumbau 2025“ möchte das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr (TMBLV) einen effizienten und wirksamen Prozess zur Umsetzung der Energiewende in Thüringen schaffen.  Ziel der Initiative ist es, Thüringen zu einem der energieeffizientesten Bundesländer weiterzuentwickeln. Die Spitzenverbände (AGFW, BDEW und VKU) der Energie- und Versorgungswirtschaft mit ihren Versorgungsunternehmen in Thüringen unterstützen dies in Zusammenarbeit mit den Städten und Kommunen nachhaltig.

Mit der heutigen Unterzeichnung der Vereinbarung zur Verbesserung der Energieeffizienz  in Stadtquartieren, dem sogenannten „Fitnessprogramm zur energieeffizienten Stadt“,  wird dies nun weiter konkret. Mit der „Initiative Energetischer Stadtumbau 2025“ hat die Landesregierung die Bewältigung des demografischen und energetischen Wandels als Gemeinschaftsaufgabe definiert, die nur in einem kooperativen Prozess aller Akteure gelöst werden kann.

Die  Verbände der Versorgungswirtschaft Thüringens stehen daher als wesentliche Partner zur Umsetzung bereit. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung wird ein weiterer wesentlicher Schritt zur intensiven Zusammenarbeit geleistet. Ein ambitionierter energetischer Stadtumbau umfasst im Zusammenspiel den Gebäudebestand und alle Formen der Energieerzeugung und -übertragung insbesondere im Wärmesektor. Dabei muss der Fokus innerhalb der integrierten Stadtentwicklung zukünftig noch stärker auf Quartierslösungen gerichtet werden.

Diese Perspektive erfordert eine Verbesserung der Energieeffizienz, eine Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Ener-gien bzw. der Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit Fernwärmesystemen und eine verantwortungsvolle Aus-schöpfung tatsächlich bestehender Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs. Dabei gilt es, eine schrittweise Verbesserung in allen drei Bereichen unter Berücksichtigung der Prinzipien von Wirtschaftlichkeit, Freiwilligkeit und Technologieoffenheit sicherzustellen.

Mit der heutigen Unterzeichnung wird eine Bündelung der Kräfte und Koordinierung der Akteure erreicht sowie ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der europäischen, nationalen und landesspezifischen Ziele im Rahmen der Ener-giewende geleistet. Die Verbände unterstützen dabei die Intention, die Energiewende in Thüringen als einen konti-nuierlichen, ressortübergreifenden Prozess, der durch das gemeinsame Mitwirken aller Akteure zum Erfolg geführt wird, zu verstehen.

Bei der Umgestaltung der Energiewende vor Ort spielen die regional verwurzelten Stadtwerke eine wichtige Rolle. Sie haben die Energiewende in Thüringen bereits intensiv begleitet und durch umfangreiche Modernisierungsmaß-nahmen und Investitionen in erneuerbare Energien bzw. KWK-Anlagen in Verbindung mit Fernwärmenetzen einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz geleistet.

Mit der Initiative „Fitnessprogramm zur energieeffizienten Stadt in Thüringen“ geben nun der AGFW, BDEW Mittel-deutschland und VKU Thüringen gemeinsam mit den Städten Erfurt, Gotha, Jena, Nordhausen, Weimar und deren Stadtwerken einen wichtigen Impuls für eine wirtschaftlich und sozial tragfähige Ausgestaltung des energieeffizien-ten Stadtumbaus. Daneben besteht die Möglichkeit auch für andere Kommunen und kommunalen Unternehmen dieser Vereinbarung jederzeit beizutreten, um somit in ganz Thüringen den Prozess der energetischen Erneuerung voran zu treiben.

Das „Fitnessprogramm zur energieeffizienten Stadt in Thüringen“ umfasst im Wesentlichen die Bereiche:
•    Aktive Mitwirkung bei der Erstellung und Umsetzung der kommunalen Klimaschutzkonzepte,
•    quartiersweise Umsetzung von konkreten Projekten zur Verwirklichung der kommunalen Klimaschutz- und Stadtentwicklungszielen und
•    begleitende Maßnahmen wie Schulungen und Wissensvermittlung für Kommunen und Akteure.
Durch die Bündelung der Rahmenbedingungen, Förderungen, Konzepte und Prozesse durch das TMBLV kann eine erfolgreiche Umsetzung erwartet werden.

AGFW ist der Spitzen- und Vollverband der energieeffizienten Versorgung mit Wärme, Kälte und Kraft?Wärme?Kopplung. Wir vereinen rund 500 Versorgungsunternehmen (regional und kommunal), Contractoren sowie Industriebetriebe der Branche aus Deutschland und Europa. Als Regelsetzter vertreten wir über 95 % des deutschen Fernwärmeanschlusswertes; den größten Westeuropas.

BDEW: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt über 1.800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland. In der Landesgruppe Mitteldeutschland sind 220 Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen organisiert.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 235.000 Beschäftigten wurden 2010 Umsatzerlöse von rund 95 Milliarden Euro erwirt-schaftet und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 49,1 Prozent in der Strom-, 58,4 Prozent in der Erdgas-, 77,2 Prozent in der Trinkwasser-, 60,0 Prozent in der Wärmeversorgung und 16,5 Prozent in der Abwasserentsorgung. Die VKU-Landesgruppe Thüringen  hat ihren Sitz in Suhl und betreutinsgesamt 53 Mitglieder mit rund 4.300 Beschäftigten und zusammen ca. 2 Mrd. € Umsatz.


Kontakt:
AGFW: Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung und Wissensmanagement, Tel. 069 6304 418, E-Mail:  h.rapp@agfw.de
BDEW: Susan Engel, Geschäftsführerin BDEW LG Mitteldeutschland, Tel. 0351 211101-0, E-Mail: susan.engel@bdew-mitteldeutschland.de
VKU: Carsten Wagner, Pressesprecher, Tel. 030 58580220, E-Mail: carsten.wagner@vku.de


 

 

BDEW und AGFW veröffentlichen Studie:

Kraft-Wärme-Kopplung ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar
Verbände fordern von Politik Änderungen der Rahmenbedingungen

Berlin, 19. Juli 2013 – "Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar. Damit das mit der KWK verbundene Potential auch genutzt werden kann und KWK im Energiemarkt der Zukunft eine Chance hat, ist es jedoch notwendig, dass die Politik nach den Bundestagswahlen im September zügig Änderungen bei den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen vornimmt." Das erklärten der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der AGFW zur heutigen Veröffentlichung einer KWK-Studie, die die Prognos AG im Auftrag der Verbände erstellt hat.

Ein Ergebnis der Studie ist, dass der Einsatz von KWK bis zu 25 Prozent der für das Jahr 2050 prognostizierten gesamten CO2-Emissionen in Deutschland einsparen kann. Darüber hinaus ist in der Studie langfristig ein erhebliches Potential zur Strom- und Wärmeerzeugung durch KWK-Anlagen ermittelt worden. "In einem zunehmend von fluktuierenden Erneuerbaren Energien geprägten System kann die KWK einen wichtigen Beitrag zu einer zukünftig sicheren und bedarfsgerechten Energieversorgung leisten. Um die stark schwankenden Erneuerbaren Energien an die Stromnachfrage anzupassen, können Power-to-Heat-Anlagen neben Wärmespeichern die KWK sinnvoll ergänzen", betonten beide Verbände. Laut der Studie kann der Anteil der KWK an der steuerbaren Stromerzeugung im Jahr 2050 bei rund 63 Prozent liegen; derzeit beträgt ihr Anteil rund 19 Prozent. Der Anteil von umweltschonendem Erdgas als Brennstoff in KWK-Anlagen könne von heute rund 50 Prozent auf rund 75 Prozent in 2050 steigen. Mikro- und Mini-KWK-Anlagen könnten einen Anteil von bis zu zehn Prozent am Heizungsmarkt erreichen.

Um diese Möglichkeiten auch im Sinne der Energiewende nutzen zu können, bestehe jedoch Handlungsbedarf. Nach Ansicht von BDEW und AGFW muss der energiewirtschaftliche Rahmen in mehreren Punkten angepasst werden. Nur ein funktionierender Emissionshandel würde den Betrieb von KWK-Anlagen fördern und den Ausbau unterstützen. Im bestehenden KWK-Gesetz müssten die Zuschläge und die Systematik überprüft werden, da die Prognosen des "KWK-Monitorings" der Bundesregierung aus dem Jahr 2011, auf deren Grundlage die Novelle des KWK-Gesetzes durchgeführt wurde, nicht eingetroffen seien. Zudem sollte die Förderhöhe für Wärme- und Kältenetze sowie für Wärme- und Kaltspeicher überprüft werden. Diese Instrumente seien ein wichtiger Baustein für den Betrieb von KWK-Systemen. "Wichtig bei jedweder Neu- oder Umgestaltung der Rahmenbedingungen ist jedoch, dass stets auch auf die Sicherung der bestehenden KWK-Anlagen geachtet wird", unterstrichen BDEW und AGFW.

Kommentierung von BDEW/AGFW zur Studie

Kommentierung von BDEW/AGFW zur Studie

Kommentierung von BDEW/AGFW zur Studie "Maßnahmen zur nachhaltigen Integration von Systemen zur gekoppelten Strom- und Wärmebereitstellung in das neue Energieversorgungssystem" ("KWK-Studie")
Vor dem Hintergrund der Energiewende und ihrer deutlichen Auswirkungen auf den Strom- und Wärmemarkt haben die Verbände BDEW und AGFW eine Studie bei der Prognos AG in Auftrag gegeben. Beantwortet werden sollte vor allem die Rolle von KWK-Systemen in einem zukünftigen Energieversorgungssystem (bis einschließlich 2050). Die zentralen Ergebnisse sind:

  • KWK-Systeme haben auch in einem zunehmend von fluktuierenden Erneuerbaren Energien geprägten Stromsystem langfristig
    (bis 2050) noch ein signifikantes und sinnvolles Potential zur Strom- und Wärmeerzeugung (je nach Szenario 48-107 TWhel; heute 95 TWhel).
  • Die KWK wird auch künftig in erheblichem Umfang zur Minderung der CO2-Emissionen beitragen. Das CO2-Einsparpotential der KWK gegenüber der ungekoppelten Erzeugung liegt je nach Szenario bei 15 - 25 % der für das Jahr 2050 prognostizierten gesamten CO2-Emissionen in Deutschland.
  • Der Anteil der KWK an der regelbaren Stromerzeugung kann in 2050 bis zu 63 % erreichen.
  • Der Anteil von Erdgas als Brennstoff in KWK kann in 2050 auf rund 75 % steigen.
  • Die Mikro-/Mini-KWK kann insbesondere im Bereich der Anlagen bis einschließlich 5 kWel einen Anteil von bis zu 10 % am Heizungsmarkt erreichen.
  • Wärmespeicher sind für KWK-Anlagen notwendig um eine flexible, strommarktorientierte Fahrweise der Anlagen zu ermöglichen und so die Einsatzzeiten der KWK hoch zu halten bzw. ihr Effizienzpotential zu nutzen.
  • "Power-to-Heat" ("E-Heizer") dient der Integration der fluktuierenden Einspeisung Erneuerbarer Energien und reduziert den Bedarf an zukünftig benötigter ungekoppelt zu erzeugender Wärme signifikant. Im Jahr 2030 können dann rund 6 TWh, im Jahr 2050 zwischen 16 - 22 TWh Überschussstrom aus Erneuerbaren Energien genutzt werden.
  • Wärme-/Kältenetze sind als Wärmesenke für KWK und "Power-to-Heat" auch in Zukunft die wichtigste Nutzungsoption.

BDEW und AGFW bewerten diese Aussagen als äußerst positiv, sind sie doch ein klarer Beleg für die Zukunftsfähigkeit des KWK-Systems. Das große Potential der KWK zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, das sich durch die Fähigkeit der KWK zur Primärenergieeinsparung und Effizienzsteigerung ergibt, ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und daher als sehr gut zu bewerten. Beide Verbände stimmen allerdings darin überein, dass - um das KWK-Potential nachhaltig zu erschließen - die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden müssen.

Die Prognos AG hat in der Studie konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen formuliert:

  • In Bezug auf das zumindest noch kurzfristig absehbare Festhalten der Politik am "Energy-Only-Markt" (EOM) bzw. der Einführung einer "Strategischen Reserve" schlägt der Gutachter die Einführung einer zusätzlichen Leistungskomponente für KWK-Anlagen vor. Gedacht ist diese als Übergangslösung bis zu der möglichen Etablierung eines Kapazitätsmarktes. Die bestehenden Regelungen im KWK-G sollen bis zu diesem Zeitpunkt bestehen bleiben bzw. flankierend wirken. Die Zuschlagssätze des KWK-G sollten überprüft und den Erfordernissen angepasst werden. Diese Anpassung muss auf die Marktentwicklung reagieren. Auch sollte in diesem Zusammenhang über eine Differenzierung der Rahmenbedingungen für große und kleine KWK nachgedacht werden.
  • Ein funktionierender Emissionshandel wird als ein wesentlicher Treiber für den Betrieb und den Ausbau der KWK identifiziert.
  • Generell geht der Gutachter davon aus, dass die Flexibilität der KWK-Systeme sowie die Effizienzvorteile der KWK soweit notwendig durch Unterstützungsmaßnahmen angereizt bzw. gesichert werden müssen. Dies schließt insbesondere die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Nutzung von Überschussstrom aus Erneuerbaren Energien in "E-Heizern" ("Power-to-Heat") ein. Zudem sollte die Wärme-/Kältenetz- und Wärme-/Kältespeicherförderung in Bezug auf ihre Höhe überprüft werden, da diese Instrumente einen wichtigen Baustein für den Betrieb von KWK-Systemen darstellen.
  • Im Falle der Einführung eines umfassenden Kapazitätsmarktes empfiehlt der Gutachter, den strommarktorientierten Betrieb der KWK-Anlagen, sofern aus CO2-Perspektivesinnvoll, anzureizen. Weiter sind die (idealerweise) bereits eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Flexibilisierung des KWK-Einsatzes (Wärmespeicher und "Power-to-Heat") fortzuführen. Als weiteres mögliches konkretes Instrument wird angeregt, verbindliche CO2-Werte für die Energieversorgung von Gebäuden einzuführen, was der effizienten Wärmebereitstellung aus KWK (Mikro-/Mini-KWK und Fernwärme-KWK) entgegen komme.
  • Selektive Kapazitätsmärkte werden vom Gutachter als Option genannt, denn diese lassen sich gezielt auf den Erhalt und den Ausbau der KWK richten und bilden damit eine gute Möglichkeit die KWK-Potentiale zukünftig zu erschließen. Allerdings wird die Umsetzbarkeit aufgrund der aufwendigen Steuerung und der damit verbundenen Risiken angezweifelt.
  • Als wesentliche Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg der KWK sieht Prognos zudem die Sicherung und den Ausbau des Einsatzes von in KWK erzeugter Wärme und Kälte. Nur über stabile, besser noch steigende Abnahmemengen kann der Wärme- und Kälteabsatz einen substantiellen Beitrag zur Sicherung des wirtschaftlichen Betriebs bestehender KWK-Anlagen und zur Finanzierung der Neuanlagen leisten.

Im Hinblick auf ein "neues" Marktdesign ist der Gutachter der Ansicht, dass eine Rückkehr zur Regulierung keine sinnvolle Option für den Erhalt bzw. den Ausbau von KWK-Systemen darstellt. Wichtig bei jedweder Neu- oder Umgestaltung der Rahmenbedingungen sei es jedoch, stets auch auf die Bestandssicherung (auch in Bezug auf bereits initiierte Projekte) zu
achten.
Nach Auffassung von BDEW und AGFW zeigt die Studie den dringenden Handlungsbedarf bezüglich der Anpassung der Rahmenbedingungen für die KWK auf – gleichzeitig wird das auch Zukunft noch hohe Potential der KWK-Systeme für das Gelingen der Energiewende belegt.

Die gesamte Studie können Sie jederzeit hier oder unter www.bdew.de herunterladen.

Ansprechpartner:

Hildegard Müller
Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung
Mitglied des Präsidiums
BDEW Bundesverband der Energieund
Wasserwirtschaft e.V.
Reinhardtstr. 32
10117 Berlin
Telefon +49 30 300199-1000
hildegard.mueller@bdew.de
www.bdew.de

 

        

Werner Lutsch
Geschäftsführer
AGFW | Der Energieeffizienzverband
für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Stresemannallee 30
60596 Frankfurt/Main
Tel.: +49 69 6304-278
w.lutsch@agfw.de
www.agfw.de

 



 

 

 

Die KWK-Studie kann von den Homepages der Verbände AGFW und BDEW sowie der Prognos AG heruntergeladen werden.

 

Weitere Informationen:  

BDEW e. V.
Frank Brachvogel
Pressesprecher
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
Tel: 030 / 300 199-1160
E-Mail: presse@bdew.de

 

AGFW e. V.
Ullrich Müller
stv. Bereichsleiter Energiepolitik und Wärmewirtschaft
Stresemannallee 30
60596 Frankfurt am Main
Tel: 069 6304-202
E-Mail: u.mueller@agfw.de

AGFW begrüßt Ergebnisse der Machbarkeitsstudie "Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050"

AGFW begrüßt Ergebnisse der Machbarkeitsstudie "Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050"

vlnr: Umweltminister Johannes Remmel (NRW) und Udo Wichert, Udo Wichert, Sprecher der Geschäftsführung der STEAG Fernwärme GmbH und Präsident des AGFW e. V.

Düsseldorf, 28.05.2013   Auf der heutigen Landespressekonferenz stellte NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie "Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050" vor. Udo Wichert, Präsident des AGFW, dem Energieeffizienzverband, war ebenfalls auf dem Rednerpodium vertreten. Udo Wichert begrüßt die Ergebnisse der Studie: "Die vom Landesumweltministerium beauftragte Machbarkeitsstudie legt dar, wie durch eine Verknüpfung der Fernwärmeschienen das Ruhrgebiet, einer der größten Ballungsräume Europas, auf eine effiziente, innovative und umweltfreundliche Wärmeversorgung umgestellt werden kann."

Mit dieser Zielsetzung hatte das Umweltministerium des Landes NRW die nun vorgestellte Machbarkeitsstudie beim Büro BET Aachen in Auftrag gegeben. Diese Studie setzt auf der KWK-Potenzialstudie für NRW aus dem Jahr 2011 auf und zeigt wie in 2050 – unter dann veränderten Erzeugungsstrukturen – die Metropole Ruhr mit Wärme aus KWK versorgt werden kann, und zwar aus unterschiedlichen Erzeugungsquellen: dazu gehören Müllheizkraftwerke, GuD-Kraftwerke, die dann noch vorhandenen Steinkohleheizkraftwerke, Industrieanlagen mit ihrer Abwärme sowie regenerativer Kraft-Wärme-Kopplung. "Dadurch soll der Einsatz von teurer und unökologischer Frischwärme verdrängt werden", erläuterte Wichert.

Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Verbindung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr mittels neu zu erstellenden Transportleitungen sinnvoll ist. "Die Verbindung der Fernwärmeschienen bietet ein großes Potenzial für die Versorgung der Menschen in NRW", so Wichert weiter. Daher seien im Juli 2012 im Koalitionsvertrag zwischen NRW SPD und Bündnis 90 / Die Grünen NRW die Verknüpfung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr als konkretes Leitprojekt ihrer KWK-Politik als politisches Ziel definiert worden.

Für den Neubau der Schienenverknüpfung zwischen den existierenden Schienen Niederrhein und Ruhr ist ein hohes Investitionsvolumen von ca. 250 - 300 Mio. € erforderlich. Die Studie macht daher deutlich, dass dieses Vorhaben Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bedarf, um wirtschaftlich darstellbar zu sein.

Die Studie wurde in ihrer fachlichen Erstellung durch die betroffenen Fernwärmeversorgungsunternehmen: Fernwärmeversorgung Niederrhein (FN), Stadtwerke Duisburg, EVO Energieversorgung Oberhausen AG, Stadtwerke Bochum, DEW21, E.ON Fernwärme, Stadtwerke Herten, RWE Power, STEAG Fernwärme, sowie dem Fernwärmebranchenverband AGFW eng begleitet.

Die Projektziele der Vernetzung der Fernwärmeversorgungsgebiete im Ruhrgebiet liegen insbesondere:
- in der langfristigen Sicherung einer preiswürdigen und wirtschaftlichen Fernwärmeversorgung vor dem Hintergrund sich ändernder Energiemärkte
- in der Steigerung des Beitrages der Kraft-Wärme-Kopplung an den Emissionssparzielen von Land und Bund
- in der ökologischen und ökonomischen Optimierung der Erzeugungsstruktur zur Bereitstellung von Fernwärme.

Die Studie hat dabei auch den erwarteten, zukünftigen Wärmeverbrauch geprüft. Dabei wurden neben dem demografischen Faktor auch das Energiesparverhalten der Verbraucher und Preisentwicklungen prognostiziert.

Die Fernwärmeunternehmen, für die ein unmittelbarer Wärmebezug aus der Verbundschiene in Betracht kommt, werden nun die Gründung einer Projektgesellschaft – Fernwärmeschienengesellschaft Rhein und Ruhr (FWRR) – prüfen, um das Projekt bezüglich Technik und kommerzieller Bedingungen planerisch im Detail zu entwickeln. Wenn auch die im Rahmen der Detailplanung gewonnenen Ergebnisse und die bis dahin konkretisierten Rahmenbedingungen die Erreichung der o.g. Zielsetzung gewährleisten, soll die Realisierung erfolgen. Die FWRR wäre dann auch zuständig für Bau und Betrieb.

Udo Wichert plädiert für eine aktive Unterstützung: "Wir – die Fernwärmeunternehmen im Ruhrgebiet, bitten insbesondere die planungsrechtlich verantwortlichen Akteure in den betroffenen Kommunen sowie des RVR, um aktive Unterstützung und Begleitung bei der Realisierung dieses industriellen Großprojekts. Diese konkrete ‚Energiewende vor Ort’ kann dafür Sorge tragen, dass die Metropole Ruhr als grüne Hauptstadt Europas eine Vision Realität werden lässt."

Abschlussbericht (Kurzfassung):
Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050 (PDF, 410 KB)

Abschlussbericht (vorläufige Endversion):
Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050 (PDF, 6,6 MB)

Weitere Informationen finden Sie unter www.umwelt.nrw.de.

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AGFW | Der Energieeffizienzverband
für Wärme, Kälte und KWK e. V.
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Börsenindex EGIX bringt mehr Transparenz und Rechtssicherheit für Fernwärmekunden und Versorgungsunternehmen

Börsenindex EGIX bringt mehr Transparenz und Rechtssicherheit für Fernwärmekunden und Versorgungsunternehmen

Kostenfreie Veröffentlichung des EGIX durch EEX geplantVerbände AGFW, BDEW und VKU betonen Bedeutung des EGIX für den Wärmemarkt

Berlin, Frankfurt am Main, Leipzig,  25. Februar 2013Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. (AGFW), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprechen sich für eine Nutzung des European Gas Index (EGIX) auch in Fernwärmeverträgen aus. Die Verbände sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Transparenz im Wärmemarkt. Die neue Veröffentlichungspraxis der EGIX-Werte ist von großer Bedeutung, da sie ein Instrument zur Verfügung stellt, mit dem die Fernwärmewirtschaft ihre Kostensituation in Preisänderungsklauseln marktgerecht darstellen und der Kunde diese einfach und transparent nachvollziehen kann.

Vor zwei Jahren startete die European Energy Exchange (EEX) die Veröffentlichung des EGIX. Mit dem EGIX stellt die EEX den Marktteilnehmern einen transparenten Index zur Verfügung, der jederzeit dem aktuellen Marktpreis für Erdgaslieferungen im nächsten Monat entspricht und in Energielieferverträge integriert werden kann.

Ab sofort werden zusätzlich zu den Tageswerten auch die aktuellen und historischen Monats- und Jahresdurchschnittswerte des "EGIX Deutschland" im Internet veröffentlicht. Die Werte sind für alle Marktteilnehmer und Kunden öffentlich zugänglich.

www.eex.com/de/Downloads/Marktdaten/Erdgas - EEX

Diese Praxis wird den besonderen Transparenzanforderungen der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) gerecht und erleichtert Fernwärmekunden die Nachvollziehbarkeit von Preisänderungen über Preisanpassungsklauseln in Fernwärmelieferverträgen. Wie bisher stehen aktuelle und historische EGIX-Werte allen Datennutzern auch über die Informationsprodukte der Börse zur Verfügung.

Hintergrund

Preisänderungsklauseln in Fernwärmelieferungsverträgen müssen laut AVBFernwärmeV die maßgeblichen Berechnungsfaktoren vollständig und in allgemein verständlicher Form ausweisen. Weiterhin sind in den Preisänderungsklauseln Faktoren zu wählen, die sich in etwa wie die Kosten der Erzeugung von Fernwärme durch das Unternehmen entwickeln.

Fernwärme wird überwiegend in Gas-Heizkraftwerken erzeugt. In der Vergangenheit konnten die langfristigen Gasbezugsverträge mit Preisanpassungsklauseln auf leichtes Heizöl (HEL) diese Vorgabe erfüllen, weil sie ausreichend genau die Kostenentwicklung bei der Beschaffung von Erdgas reflektierten.

Mit der Liberalisierung des Gasmarktes entkoppelte sich die Entwicklung des Gas- vom Ölpreis nachhaltig. Zusätzlich organisieren viele Versorgungsunternehmen ihren Gasbedarf über andere Beschaffungswege und -formen. Dabei gewinnt der Einkauf über die Börse EEX immer mehr an Bedeutung. Zur marktbasierten und rechtssicheren Darstellung der Entwicklung der Brennstoffkosten werden zunehmend verschiedene Preisanpassungsklauseln zum Einsatz kommen, die den Einkaufsbedingungen Rechnung tragen und Indizes wie den EGIX beinhalten können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist zu erwarten, dass zukünftig die bisher für die Fernwärmewirtschaft genutzten Indizes möglicherweise nicht mehr in der "Fachserie 17 – Reihe 2" des Statistischen Bundesamtes dargestellt werden. Um dennoch die eigene Kostensituation in Lieferverträgen abbilden zu können,  haben die genannten Verbände in Zusammenarbeit mit der EEX die oben skizzierte Zukunftsoption für Preisänderungsklauseln entwickelt.

Die Verbände antizipieren die zunehmende Bedeutung des transparenten börslichen Gashandels an der EEX für die gesamte Energiewirtschaft und erwarten, dass der Referenzpreis der EEX für Erdgas zu einem wesentlichen Faktor bei Preisanpassungen in Fernwärmelieferverträgen wird.

Kontakt:

European Energy Exchange AG
Katrin Berken
Telefon: +49 341 21 56 – 202
Fax: +49 341 21 56 - 109
E-Mail: katrin.berken@eex.com
www.eex.com
Augustusplatz 9 | 04109 Leipzig

AGFW
Manfred Kraft
Telefon: +49 69 6304 – 414
Fax: +49 69 6304 – 455
E-Mail: m.kraft@agfw.de
www.agfw.de
Stresemannallee 30 | 60596 Frankfurt


BDEW
Henning Jeß
Telefon: +49 30 300 199 - 1161
Fax: +49 30 300 199 - 4190
E-Mail: hennig.jess@bdew.com
www.bdew.com
Reinhardtstraße 32 | 10117 Berlin

 
VKU

Carsten Wagner
Telefon: +49 30 58580 220
Fax: +49 30 58580 107
E-Mail: carsten.wagner@vku.de
www.vku.de
Invalidenstraße 91 | 10115 Berlin

Eckpunktepapier von AGFW, VIK, VKU und BDEW zum Ausbau der KWK

Eckpunktepapier von AGFW, VIK, VKU und BDEW zum Ausbau der KWK

Über 350 umweltfreundliche KWK-Anlagen mit mehr als 5.000 Megawatt Leistung geplant. Fortschreibung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes muss wichtiger Bestandteil des deutschen Energiekonzepts werden. 

 

Frankfurt, 9. Mai 2011 Von den Ergebnissen der aktuell stattfindenden Zwischenprüfung des KWKGesetzes (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes) erwarten die Verbände AGFW, BDEW, VKU und VIK einen deutlichen Impuls für den Zubau umweltfreundlicher Strom‐ und Wärmeversorgung, gepaart mit einem hohen Maß an Versorgungssicherheit. Die Verbände kommen in einem Eckpunktepapier* zu dem Schluss, dass der KWK- und Wärmemarkt bereits heute das Potential bietet, einen erheblichen und ganzheitlichen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu leisten. Voraussetzung ist aber eine entsprechende gesetzgeberische Flankierung.


Die Potentiale für den weiteren Ausbau der KWK und der Fernwärme sind beachtlich. Energieversorgungsunternehmen und Industriebetriebe sind bereit, in den Neubau, den Ersatz oder die Modernisierung von KWK-Anlagen zu investieren. Nach Einschätzung der Verbände bewegen sich diese Planungen in einer Größenordnung von 5,1 Gigawatt elektrisch (5,5 GW thermisch) und betreffen rund 350 Anlagen. Weiterhin befindet sich der Bau von rund 2.000 Kilometern Fernwärmeleitungen in der Prüfung. Jedoch stehen diese und weitere Planungen unter dem Vorbehalt, dass der Gesetzgeber geeignete Rahmenbedingungen schafft, damit diese Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können.

Der Anteil des KWK-Stroms an der Gesamtstromerzeugung in Deutschland würde hierdurch spürbar zunehmen, bedingt durch neu gebaute KWK-Anlagen, aber auch auf Grund von Effizienzsteigerungen durch Modernisierung und Ersatz von Bestandsanlagen. Die heute ohnehin bereits hohen CO2-Einsparungen durch den Einsatz von KWK würden weiter steigen, da die überwiegende Anzahl der projektierten KWK‐Anlagen mit klimafreundlichem Gas befeuert wird.

Den geplanten Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro stehen Zuschlagszahlungen nach dem KWK-Gesetz gegenüber, die im Jahr 2016 für KWK-Strom nach grober Schätzung 400 Millionen Euro erreichen. Die für den Ausbau der KWK und Fernwärme vorgesehenen Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro werden damit in den kommenden Jahren regelmäßig deutlich unterschritten.

Wechselwirkungen mit anderen gesetzlichen Klimaschutzvorgaben schaden der KWK. Als besonders kritisch für den KWK‐ und Fernwärmeausbau wird die Regelung des Emissionszertifikatehandels ab 2013 gesehen. Hier wird eine Wettbewerbsverzerrung innerhalb des Wärmemarktes zu Ungunsten der KWK und Fernwärme von den Unternehmen erwartet. Ähnliches gilt bezüglich der 2013 anstehenden Novellierung des Energie- und Stromsteuergesetzes.

Unverständlich ist für die Verbände die fehlende Berücksichtigung von KWK und Fernwärme im Energiekonzept der Bundesregierung. Die Verbände fordern hier eine radikale Kehrtwende der Politik, um bestehende Planungsunsicherheiten, die bei den Unternehmen zur Zurückstellung oder gar Aufgabe von Bauvorhaben führen, zu verhindern. Es gilt, die Chancen der ausgereiften, umweltfreundlichen und versorgungssicheren Kraft‐Wärme‐Kopplung mit neuem politischem Rückenwind zu stärken. 

 

Mit einem ausgewogenen Mix aus Erneuerbaren Energien, fossilen Kraftwerken und Heizungen in Verbindung mit modernsten KWK-Anlagen und Fernwärmeversorgung wird ein sinnvoller Weg beim grundlegenden Umbau der Energieversorgung Deutschlands beschritten.

 

Die Kernforderungen der Verbände im Überblick:

·        Konsequente Umsetzung des Ziels, den Anteil der Stromerzeugung aus KWK bis 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen.

·        Fortschreibung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

·        Verbesserung der Wärmenetz-Förderung und Beseitigung bürokratischer Hürden

·        Klares Bekenntnis der Politik zur KWK und Fernwärme

 

Pressekontakt:

AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.: 
John Miller, Bereichsleiter Energiepolitik und Wärmewirtschaft, 
Tel. 069/ 6304-352, E-Mail: 
j.miller@agfw.de

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW):
Frank Brachvogel, Pressesprecher, Tel: 030/300199‐1160, E-Mail: 
frank.brachvogel@bdew.de

VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.: 
Roland Schmied, Pressesprecher, Tel. 0201/8 10 84 15, E-Mail: 
r.schmied@vik.de

Verband kommunaler Unternehmen (VKU): 
Carsten Wagner, Pressesprecher, Tel. 030/58 58 0‐220,E-Mail: 
carsten.wagner@vku.de

 

April 2011 AGFW positiv zum Urteil des BGH vom 6. April 2011

April 2011 AGFW positiv zum Urteil des BGH vom 6. April 2011

Der AGFW begrüßt das Urteil des BGH vom 6. April 201 (Az. VIII ZR 66/09) zur Transparenz von Preisänderungsklauseln der Fernwärmewirtschaft.

Auch wenn das Gericht die betroffene Klausel ...

Hier die gesamte Pressemitteilung zum downloaden.

AGFW | Der Energieeffizienzverband
für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Stresemannallee 30
60596 Frankfurt/Main
Tel.: +49 69 6304-278
Fax: +49 69 6304-458
Mail to: w.lutsch@agfw.de
Internet: http://www.agfw.de

 

April 2011 AGFW ‐ für eine "smarte" Energiewende in Deutschland

April 2011 AGFW ‐ für eine "smarte" Energiewende in Deutschland

Mit Bezug auf das 6‐Punkte‐Papier der Bundesregierung zur beschleunigten Energiewende in Deutschland wollen wir unseren Part – die Energieeffizienz sowie den Blick auf den Wärmemarkt‐ beisteuern. Die Fernwärme und KWK wird bei der zukünftigen Ausgestaltung des Energiesystems einen ...

Hier die gesamte Pressemitteilung zum downloaden.

AGFW | Der Energieeffizienzverband
für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Stresemannallee 28
60596 Frankfurt/Main
Tel.: +49 69 6304-278
Fax: +49 69 6304-458
Mail to: w.lutsch@agfw.de
Internet: http://www.agfw.de

 

2. April 2011 Erfahrungswissen als Chance für morgen

2. April 2011 Erfahrungswissen als Chance für morgen

Erfahrungswissen als Chance für morgen – Realität Energieeffizienz

2. April 2011 Die jüngsten Ereignisse in Japan erfordern ein Umdenken und eine Überarbeitung des Energiekonzeptes der Bundesregierung. Dabei bedeutet "Energieversorgung" Strom und Wärme. Die Politik steht im Augenblick vor dem Dilemma sehr schnell, sehr vieles im Energiebereich gleichzeitig in Angriff nehmen zu müssen, was jedoch nicht ...

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März 2011 Die Zukunft der deutschen Energieversorgung

März 2011 Die Zukunft der deutschen Energieversorgung

Die Zukunft der deutschen Energieversorgung ‐ Mehr Effizienz, Erneuerbare Energien und Systemstabilität mit KWK und Fernwärme

März 2011 AGFW appelliert an die Politik bei ihren jetzigen Überlegungen über die Zukunft der deutschen Energieversorgung KWK und Fernwärme als Effizienztechnologie und wichtigen Baustein ....

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Weitergehende Informationen zum AGFW‐Zukunftsprogramm erhalten Sie unter:
http://www.agfw.de/strategie‐und‐politik/strategie‐grundsatzthemen/branchenposition/

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Berlin/Frankfurt 02.09.2010 Programm Stadtumbau Ost:

Berlin/Frankfurt 02.09.2010 Programm Stadtumbau Ost:

Programm Stadtumbau Ost: Anpassungsinvestitionen und Gebäudesanierung brauchen weiterhin Unterstützung

Berlin/Frankfurt 02.09.2010  Im Vorfeld der Sondersitzung der Bauministerkonferenz am 3. September zu den Kürzungen in der Städtebauförderung warnen der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. gemeinsam davor, den Anpassungsbedarf der Energie-, Wasserver- und Abwasserentsorgungsstrukturen in den ost- und auch den westdeutschen Bundesländern zu unterschätzen und die Mittel pauschal zu halbieren. "Der demographische Wandel hat weiterhin eine hohe Dynamik. Der strukturelle Rückgang der Bevölkerung in weiten Teilen Ost- und Westdeutschlands verursacht Unterauslastungen der Infrastrukturen der Energie- und Wasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung", erläutert VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.

Energieeffizienzsteigerung, demographische Veränderungen und die angespannte finanzielle Situation der Kommunen sind  zentrale Themen in der kommenden Dekade", so Werner Lutsch, Geschäftsführer des AGFW. "Mit dem Umbau der technischen Infrastruktur im Stadtumbau- Ost Programm konnten erste wesentliche Schritte zur Erreichung dieser Herausforderungen bereits jetzt angegangen werden. Den Weg durch die massiven Kürzungen nun zu verlangsamen, wäre das falsche Signal an die Städte und Kommunen."
Mit dem Programm Stadtumbau Ost besitzen die Kommunen ein Werkzeug, um diese Aufgabe anzugehen. Laut Entwurf des Bundeshaushaltsplans 2011 (Bundestagsdrucksache 17/2500) soll die bundesweite Förderung 2011 um 50 Prozent von 610 auf 305 Millionen Euro gekürzt werden. Die derzeit diskutierten Veränderungen in der Förderung des Stadtumbaus Ost müssen dafür Sorge tragen, dass die Weichen für die Stadtentwicklung der Zukunft auch weiterhin richtig gestellt und die passenden Investitionsanreize gegeben werden.

Berlin, 17.06.2008 Hohe Kosten für Umbau der Ver- und Entsorgungsnetze...

Berlin, 17.06.2008 Hohe Kosten für Umbau der Ver- und Entsorgungsnetze...

VKU UND AGFW ZUR WISSENSCHAFTLICHEN UNTERSUCHUNG ÜBER FÖRDERPROGRAMM "STADTUMBAU OST"

Hohe Kosten für Umbau der Ver- und Entsorgungsnetze/ Förderprogramme muss

Berlin, 17.06.2008. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. treten für eine Weiterführung des Förderprogramms "Stadtumbau Ost" ein. Sie stützen sich dabei auf einen heute von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee vorgestellten Bericht zur Evaluierung des 2001 aufgelegten Programms, in dem dies ebenfalls gefordert wird. "Der Rückgang der Bevölkerungszahlen in den Städten und Gemeinden der neuen Bundesländer hat nicht nur dramatische Folgen für die Wohnungswirtschaft, sondern auch für die Ver- und Entsorgungsunternehmen. Um weiterhin qualitativ hochwerti-ge Dienstleistungen zu sozialverträglichen Preisen anbieten zu können, ist staatliche Förderung unabdingbar", erklärten VKU-Präsident Stephan Weil und AGFW-Präsident Stephan Schwarz.

Durch den erwarteten weiteren Rückgang der Bevölkerung um örtlich bis zu 30 % in 10 Jahren kommt es zu einer Unterauslastung der technischen Infrastruktur wie den Wasser-, Abwasser- und Fernwärmenetzen. Folge sind betriebstechnische Probleme, die auch die Versorgungs- und Entsorgungsqualität beeinträchtigen können. Der deshalb notwendige Um- und Rückbau der Netze ist mit erheblichen finanziellen Belastungen für die betroffenen Ver- und Entsorgungsunternehmen verbunden. Auch die Verbraucher müssen mit höheren Kosten rechnen. "Mit der Fortsetzung des Förderprogramms werden die finanziellen Lasten wenigstens abgemildert", so die beiden Verbandspräsidenten.

Das Programm "Stadtumbau Ost" berücksichtigt seit 2006 auch die Anpassungsmaßnahmen für technische Infrastrukturen in geringem Umfang. VKU und AGFW stellen aber mit Bedauern fest, dass einige Bundesländer diese Fördermöglichkeiten nicht oder nicht ausreichend ausschöpfen. Dringend erforderlich sei auch eine stärkere und konsequentere Einbeziehung der Ver- und Entsorgungsunternehmen bei Stadtentwicklungskonzepten. Die Unternehmen seien auf verbindliche Konzepte für eine langfristige Investitionsplanung angewiesen. Die Finanzverwaltungen des Bundes und der Länder müssten außerdem einheitliche steuerliche Regelungen schaffen, um die Sonderaufwendungen für die Unternehmen möglichst gering zu halten.

Gemeinsames Positionspapier von VKU, AGFW und BDEW zur Fortsetzung des Stadtumbaus in den neuen Ländern über das Jahr 2009 hinaus unter www.vku.de. und www.agfw.de.

Ansprechpartner:

AGFW e. V.
Harald Rapp
Stresemannallee 28, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 6304-418
Telefax: +49 69 6304-391
E-Mail: h.rapp@agfw.de

VKU e. V.
Rosemarie Folle
Hausvogteiplatz 3-4, 10117 Berlin
Telefon: +49 30 58580-208
Telefax: +49 30 58580-100
E-Mail: folle@vku.de

Presseresonanz

Presseresonanz

Fernwärme im Osten zehn Prozent teurer
Fernwärme ist in Ostdeutschland durchschnittlich zehn Prozent teurer als in
Westdeutschland. Das ergab eine Auswertung des MDR-Magazins Umschau.

Grundlage für diesen Vergleich ist der bundesweite Fernwärmepreisvergleich der Arbeitsgemeinschaft für
Wärme und Heizkraftwirtschaft (AGFW), Frankfurt/Main, von Oktober. Danach liegen die monatlichen
Fernwärmekosten in den Neuen Ländern durchschnittlich bei 0,88 Euro/Quadratmeter Wohnfläche.
In Westdeutschland hingegen beträgt der Fernwärmepreis nur 0,80 Euro/Quadratmeter.
Der gesamtdeutsche Durchschnittspreis beträgt 0,83 Euro/Quadratmeter.
 
Brennstoff entscheidet
Diesen Ost-West-Unterschied begründet Harald Rapp, Sprecher des AGFW e. V., vor allem mit zwei Ursachen: Zum einen werde Fernwärme im Osten hauptsächlich durch Gas erzeugt, anders als in Westdeutschland: Dort werde die Fernwärme zum überwiegenden Teil aus Kohle gewonnen. Dies führt dazu, dass Mieter in Ostdeutschland die ständig steigenden Preise für Gas und Öl stärker spüren als Mieter im Westen.

"Als die ostdeutschen Heizkraftwerke Mitte der 90-er Jahre modernisiert worden sind, setzte man auf Gas, weil es ein umweltschonender Brennstoff ist und seinerzeit deutlich günstiger war als heute", erklärt Rapp weiter: "Zum anderen führen erhebliche Kosten für die Modernisierung der ostdeutschen Kraftwerke und Fernwärmeleitungen zu diesem Preisunterschied."
 
Zu den Bundesländern mit den höchsten Fernwärmepreisen zählen:

  • Mecklenburg-Vorpommern (0,92 Euro/Quadratmeter)
  • Brandenburg (0,91 Euro/Quadratmeter)
  • Sachsen-*Anhalt (0,90 Euro/Quadratmeter)
  • Sachsen (0,86 Euro/Quadratmeter)

Nach Baden-Württemberg (0,84 Euro/Quadratmeter) folgt Thüringen (0,83 Euro/Quadratmeter).
Am preiswertesten bekommt man Fernwärme im Saarland (0,72 Euro/Quadratmeter).
Ebenfalls günstig sind die Preise in Berlin (0,75 Euro/Quadratmeter), Nordrhein-Westfalen
(0,76 Euro/Quadratmeter) und Schleswig-Holstein (0,77 Euro/Quadratmeter).


Der Vergleich basiert auf einem Mehrfamilienhaus mit 30 Wohneinheiten auf 2.000 Quadratmetern Wohnfläche. Das Haus hat einen Wärmeanschlusswert von 160 kW, einen Jahreswärmeverbrauch von 288 MWh und eine Ausnutzungsdauer von 1.800 Stunden. Bei den Angaben handelt es sich um Preise, die den Vermietern vom Fernwärmelieferanten berechnet werden. Die Wärmekosten in der Nebenkostenabrechnung für den Mieter enthalten darüber hinaus noch Heiznebenkosten wie etwa Wartung der Anlage und Betriebsstrom.

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