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Wasseraufbereitung

Technik & Sicherheit / Technik & Normung / Wasseraufbereitung

Wasseraufbereitung

Für Fernwärmenetze gilt das AGFW-Arbeitsblatt FW 510, das zusammen mit dem VdTÜV erarbeitet wurde.

Die FW 510 benennt die Anforderungen an die Beschaffenheit des Kreislaufwassers in Fernwärmeheizanlagen. Darüber hinaus gibt es aus wasserchemischer Sicht Hinweise für Planung, Konstruktion und Betrieb dieser Anlagen um Risiken möglicher Schäden durch wasserchemisch bedingte Störungen, wie z. B. Steinbildung und Korrosion, zu minimieren und die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen zu gewährleisten. Richt- und Erfahrungswerte für fernwärmerelevanten Wasserparameter ermöglichen die Beurteilung der Wasserqualität im Fernwärmenetz und der zugehörigen Wasseraufbereitungsanlagen.

Dieses Arbeitsblatt gilt für industrielle Wärmeversorgung und Fernwärmeversorgung mit Heißwasserheizanlagen (Vorlauftemperatur > 100 °C). Es gilt auch für Warmwasserheizanlagen (Vorlauftemperatur ≤ 100 °C) im direkten Verbund mit Fernwärmenetzen.

Die erste Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb ist der Einsatz von entgastem (d. h. frei von Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid) Kreislauf-, Füll- und Ergänzungswasser. Ebenso sollten alle durch Fremdwassereinbruch eingetragenen oder möglicherweise sich bildenden Gase wie z. B. Wasserstoff mittels Teilstromentgasung aus dem Netz kontinuierlich entfernt werden. Bei der Festlegung der wasserchemischen Richtwerte für das Kreislaufwasser wird unterschieden in salzarme (Leitfähigkeit < 100 μS/cm) und salzhaltige (Leitfähigkeit > 100 μS/cm) Fahrweise. Weitere Richtwerte ergeben sich anhand der Konditionierung.

Mitgliedsunternehmen finden hier eine detaillierte Information zu diesem Thema.

Das Arbeitsblatt kann HIER bestellt werden.


Hinweis: In den europäischen Normen DIN EN 12952 Teil 12 sowie DIN EN 12953 Teil 10 werden teilweise niedriger Anforderungen an die Wasserqualität gestellt. Dies entbindet den Betreiber jedoch nicht von den nationalen Anforderungen nach FW 510.

Relevante Normen zur Wasserqualität in der Fernwäme

Europäische Normen haben keine Relevanz für das Kreislaufwasser von Fernwärmenetzen

Die in den europäischen Normen zulässige Qualität für Speisewasser unterschiedlicher Erzeuger ist nicht direkt zur Füllung oder als Ergänzungswasser für Fernwärmenetze geeignet.
Die Anforderungen der FW 510 weichen deutlich ab.
Somit können die europäische Normen nicht direkt auf die Kreislaufwasserqualitiätvon Fernwärmenetzen übertragen werden. Siehe Folie 5???

Interessanterweise wird in beiden europäischen Normen auch direkt darauf hingewiesen, dass die Normen aus betriebswirtschaftlichen Gründen auch NICHT als Vorgabe für die Speisewasserqualität der entsprechenden Erzeuger empfohlen werden, sondern die nationalen Normen und Regeln angewendet werden sollten. Siehe Folie 3???

Relevante Normen zur Wasserqualität in der Ferwärme

Anwendungsbereich:
Dieser Teil von dieser Europäischen Norm gilt für alle Großwasserraumkessel wie in EN 12953-1 definiert, die zum Zwecke er Erzeugung von Dampf und/oder Heißwasser beheizt werden.

Dieser Teil dieser Europäischen Norm zielt darauf ab sicherzustellen, dass sich der Kessel mit einem geringen Risiko für Personal, den Kessel selbst und die damit verbundenen Kesselanlagenteile betreiben lässt.

ANMERKUNG 1: Dieser Teil von dieser Europäischen Norm zielt nicht darauf ab, einen optimalen wirtschaftlichen Betrieb zu erzielen. Aus bestimmten Gründen kann es zweckmäßiger sein, die chemischen Eigenschaften zu optimieren, um:
      •  den Wärmewirkungsgrad zu verbessern
      •  die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Anlage zu erhöhen
      •  die Dampfreinheit zu erhöhen
      •  die Wartungskosten, Ausbesserung, chemische Reinigung usw. zu reduzieren.

Dieser Teil dieser Europäischen Norm legt die Mindestanforderungen für die spezifischen Wasserarten zur Reduzierung des Korrosionsrisikos, der Schlammausscheidung oder Bildung von Ablagerungen fest, die zu Schäden, Aufreißen oder anderen Betriebsproblemen führen können.

ANMERKUNG 2: Dieser Teil dieser Europäischen Norm wurde auf der Annahme erstellt, dass der Anwender dieser Europäischen Norm ausreichende Kenntnisse über den Bau und Betrieb von Kesseln sowie über ein entsprechendes Verständnis der Wasser- und Dampfchemie verfügt.


Die bestehenden Fernwärmenetze gehen unterschiedliche Wege bei der Wasseraufbereitung und Konditionierung.

In 2018 wurde eine Umfrage zur Wasseraufbereitung und Konditionierung der Fernwärmenetze in unseren Mitgliedsunternehmen durchgeführt.

Hierdurch sollten die Trends der Branche hinsichtlich des Einsatzes verschiedener Aufbereitungsverfahren und Konditionierungsmittel erkannt und Erfahrungswerte überprüft werden.

Von 259 ordentlichen AGFW-Mitgliedern haben 64 Unternehmen (25%) mit 326 Netzen teilgenommen. Die notwendige Kategorisierung der Netze erfolgte nach der Leistung, da nur diese Größe durchgängig von allen Betreibern vorlag.

Legt man die Gesamtanschlussleistung der Netze aus dem Hauptbericht des AGFW von 2017 zu Grunde, lag die Beteiligung an unserer Umfrage bei hervorragenden 63%.

Die Umfrageergebnisse stehen allen Mitgliedsunternehmen NACH DEM LOGIN kostenfrei zur Verfügung.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen beteiligten Unternehmen!


⇒  Ihre Ansprechpartnerin zu diesem Thema