AGFW/PTB Forschungsprojekt "Störeinflüsse WMZ"

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AGFW/PTB Forschungsprojekt "Störeinflüsse WMZ"

Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt liegt vor und ist hier abrufbar.

Download zum Abschlussbericht

 

Sollten Sie ein weitergehendes Interesse an den Ergebnissen haben, können Sie gerne mit Frau Ulrike Wagner Kontakt aufnehmen.

 

Kurzdarstellung:
Der Entwicklung „messtechnisch robuster“ Wärmezähler, die unter unterschiedlichen Feldeinsatzbedingungen eine hohe und gleichbleibende Messgenauigkeit besitzen, kommt in der globalisierten Handelswelt eine große Bedeutung zu.

Im AGFW/PTB Forschungsprojekt wurden zwei Störgrößen auf das Wärmezählerteilgerät Durchflusssensor untersucht:

  • Kantensprung mit Rohrgrößenänderung, Aufweitung und Verengung sowie
  • Öffnung eines Kegelsitzventils

Hierfür wurden 4 Bauarten (Baujahr 2011) eines Ultraschall-Durchflusssensors mit der Nenngröße 0,6 qp gewählt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Messabweichungen der Durchflusssensoren auf die Störeinflüsse mehrheitlich im Rahmen der Wiederholpräzision liegen und <1/3 der MPE betragen. Allerdings fanden sich auch bei einigen Zählertypen nicht erwartete Empfindlichkeiten im unteren Durchflussbereich gegenüber der Regelung der Prüfstandarmatur Pumpe.

Allgemein war ein Trend zu stabileren Messergebnissen zu erkennen, wenn der Störkörper  kurz vor dem Durchflusssensor sitzt.

Zukünftige Entwicklungen bei Durchflusssensoren sollten deshalb auf die Generierung gezielter Strömungskonditionierer hinarbeiten, die direkt vor Eintritt in den Durchflusssensor platziert werden und die Messstabilität erhöhen.

Begleitend wurden laseroptische Messungen und CFD-Simulationen zu den Störeinflüssen des Kantensprungs Aufweitung und Verengung untersucht. Dabei zeigte sich, dass im Extremfall Totwasserbereiche (Ablösegebiete) mit einer Ausdehnung von 2 Rohrdurchmessern entstehen. Dadurch wird das Strömungsprofil stark beeinflusst. Die Zähler hingegen reagierten mehrheitlich nicht auf diese Strömungsprofilveränderung.