FAQ

Welche Vorteile bietet mir das Contracting als Kunde bzw. Contractingnehmer?

Die Contracting-Dienstleistung beinhaltet in der Regel die Neuerstellung einer Energieerzeugungsanlage einschließlich Investition (Anlagencontracting), den Anlagenbetrieb (Bedienung, Wartung und Instandhaltung) und die Versorgung mit dem entsprechenden Medium (z.B. Wärme) einschließlich Messung und Abrechnung. Für Sie als Kunde entfallen also die Anschaffungskosten für die neue Anlage und Sie erhalten alle Versorgungsdienstleistungen aus einer kompetenten Hand.


Werden die Energiekosten für mich als Kunde bzw. Contractingnehmer günstiger?

In einen Kostenvergleich müssen die zu erbringenden Leistungen mit einbezogen werden. Während bei einem konventionellen Lieferverhältnis lediglich ein Medium (z.B. Erdgas) geliefert und abgerechnet wird, übernimmt der Contractinggeber zusätzlich die Investitions- und Betriebsrisiken der Erzeugungsanlage, von denen Sie als Kunde entlastet werden. Diese zusätzlichen Leistungen werden in die Contractingrate mit einkalkuliert.


Wie ergeben sich die Preise für Contracting?

Die Preise für Contractingprojekte werden in der Regel für jeden Einzelfall individuell ermittelt. Sie gliedern sich in einen monatlichen Grundpreis und in einen Arbeitspreis. In den Grundpreis werden die konstanten Fixkosten (z.B. Kapital-, Personal-, Wartungsvertrags- und Instandhaltungskosten) kalkuliert; der Arbeitspreis bildet die betriebsdauerabhängigen, variablen Kosten (z.B. Gasbeschaffung, Stromverbrauch, betriebsdauerabhängige Wartungskosten) ab.


Für welche Kundengruppen ist Contracting interessant?

Grundsätzlich ist Contracting überall dort interessant, wo eine Erzeugungsanlage (oder Komponenten davon) neu angeschafft werden soll, ohne dass der Kunde zwingend Eigentümer und Betreiber der neuen Anlage sein muss. In diesen Fällen kann von den Vorteilen des Contractings - Wegfall der Investition und Outsourcing der Betriebs- und Versorgungsdienstleistungen - profitiert werden. Typische Kundengruppen sind erfahrungsgemäß z.B. Industrie und Gewerbe, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, kommunale Liegenschaften, Bäder, Verwaltungsgebäude etc. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Ihr lokales Versorgungsunternehmen.


Wann lohnt sich der Einbau und Contracting eines BHKW?

Die Wirtschaftlichkeit einer Energieerzeugungsanlage hängt u.a. vom Verhältnis ihrer Anschaffungs- und Betriebskosten zur Menge der erzeugten Energie (Wärme, Strom) ab. Das Maß dafür ist die jährliche Laufzeit der Anlage. Um ein BHKW wirtschaftlich betreiben und die Vorteile der Stromeinspeisevergütung nutzen zu können, sind möglichst lange jährliche Laufzeiten des BHKW erforderlich. Da BHKWs wärmegeführt (d.h. in Abhängigkeit des Wärmebedarfs) betrieben werden, sind längere Laufzeiten dort erreichbar, wo ein ganzjähriger Wärmebedarf besteht.


Müssen Contractingleistungen für Kommunen immer EU-weit ausgeschrieben werden?

Die Ausschreibung kommunaler Leistungen wird durch das Vergaberecht geregelt. Ob Contractingleistungen EU-weit ausgeschrieben werden müssen, hängt vom Vergleich des Auftragswertes der Leistungen mit dem Auftragsschwellenwert für die EU-weite Ausschreibung ab.
Der Auftragswert hängt von der Regelung der Vertragslaufzeit ab: Ist eine Vertragslaufzeit festgelegt, so entspricht der Aufragswert der Summe aller Leistungen während der Laufzeit. Bei unbefristeten Verträgen wird der Auftragswert aus der Summe aller Leistungen über 4 Jahre ermittelt.
Der Auftragswert setzt sich aus Bauleistungen und Leistungen für Energielieferungen zusammen. Der relevante Auftragsschwellenwert ist davon abhängig, welche der Leistungen für den anzusetzenden Zeitraum den Schwerpunkt des Auftragswertes bilden: Der Schwellenwert für Bauleistungen beträgt 5 Mio. €, der Schwellenwert für Energielieferungsleistungen beträgt 200.000 €.


Wer bietet Contracting an?

Anlagencontracting wird von vielen lokalen Versorgungsunternehmen - häufig auf Anfrage - angeboten. Mittlerweile haben sich auch bundesweit tätige Contracting-Unternehmen etabliert.

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