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AGFW-Position zur Konsultation der EU-Taxonomie

12.12.2025
Der AGFW hat sich im Rahmen der aktuellen Konsultation der Europäischen Kommission zur EU-Taxonomie mit einer Stellungnahme beteiligt.

Die EU-Taxonomie ist ein EU-weit gültiges System der Kommission zur Klassifizierung von nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten, gedacht für den Finanzsektor, um Investitionen in nachhaltige Wirtschaftszweige zu lenken. Entscheidend sind dabei die technischen Bewertungskriterien für die erfassten Technologien, welche entscheiden, ob eine Anlage / ein Fernwärmenetz tatsächlich als Taxonomie-konform gilt.

Der AGFW beteiligte sich mit einer Stellungnahme an der aktuellen Konsultation zur Anpassung dieser technischen Bewertungskriterien. Dabei fordern wir die Abschaffung bzw. Anpassung von ungerechtfertigten oder gar technisch unmöglichen Kriterien für die Fernwärmebranche. Ziel ist es, dass mehr Fernwärmetechnologien als nachhaltig iSd EU-Taxonomie anerkannt werden können.

Konkret forderten wir eine Anpassung der Kriterien für folgende Technologien:

  • Verzicht auf eine verpflichtende THG-Lebenszyklus-Analyse für Geothermieanlagen. Diese Analyse muss aktuell für Geothermieanlagen, nicht jedoch für Wind- und PV-Anlagen durchgeführt werden.
  • Realistische und technisch erfüllbare Kriterien für die Nutzung von Erdgas im hocheffizienten KWK-Prozess, sowie für Erdgas-Kessel in der effizienten Fernwärme.
  • Realistische und unbürokratische Anforderungen an effiziente Fernwärmesysteme.
  • Keine Verschärfung der Kriterien für Energieerzeugung aus Biomasse über die aktuellen gesetzlichen Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie hinaus.
  • Eine Aufnahme der Wärmeerzeugung aus Grubengas in die EU-Taxonomie.
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