AGFW bemängelt fehlendes Level playing field durch das GModG
Der vorliegende Entwurf schaffe jedoch aus Sicht des AGFW gerade kein Level Playing Field, so AGFW-Geschäftsführer Frank Mattat. „Statt vergleichbare Rahmenbedingungen für alle Optionen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu schaffen, werden Wärmenetze im Ergebnis benachteiligt. Für das Gelingen der Wärmewende braucht es einen regulatorischen Rahmen, der unterschiedliche Erfüllungswege fair behandelt und Wärmenetze nicht strukturell schlechterstellt.“
Zugleich plädiert der AGFW für eine möglichst schlanke Umsetzung der Europäischen Gebäuderichtlinie sowie der weiteren EU-Gesetzgebung. Dabei darf es nicht zu einer Übererfüllung europäischer Vorgaben kommen. Nationale Regelungen müssten praktikabel, investitionsfreundlich und technologieoffen ausgestaltet werden, damit sie die Wärmewende beschleunigen und nicht durch zusätzliche Komplexität ausbremsen, so der Verband.
„Die Wärmewende braucht klare, faire und realitätsnahe Rahmenbedingungen und vor allem vergleichbare Anforderungen für alle. Nur dann werden die dringend benötigten Investitionen in klimaneutrale Wärmenetze ausgelöst“, erklärt Mattat.
Der AGFW wird den weiteren politischen Prozess eng begleiten und sich dafür einsetzen, dass die neuen Regeln die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung wirklich voranbringen – und nicht durch Ungleichbehandlungen im Detail ausbremsen.



