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GModG beschlossen: Wärmenetzpaket muss jetzt folgen

10.07.2026
Der Deutsche Bundestag hat heute das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet. Der AGFW begrüßt, dass damit noch vor der parlamentarischen Sommerpause Klarheit über einen zentralen Baustein der künftigen Wärmepolitik geschaffen wird. Für die Fernwärme bleiben jedoch entscheidende Fragen offen.

Unterschiedliche Anforderungen innerhalb des Wärmesektors drohen den Wettbewerb zu verzerren und schaffen zusätzliche Unsicherheit bei dringend notwendigen Investitionsentscheidungen. „Mit dem GModG wird die Ungleichbehandlung der Fernwärme nicht aufgelöst. Wer für unterschiedliche Versorgungsoptionen unterschiedliche Maßstäbe anlegt, schafft kein faires Wettbewerbsumfeld. Ein Level Playing Field im Wärmemarkt fehlt weiterhin“, kritisiert Frank Mattat, Geschäftsführer des AGFW. „Nach einer langen Phase der Unsicherheit ist es richtig, jetzt Entscheidungen zu treffen. Für die Fernwärme darf es aber nicht bei politischen Ankündigungen bleiben. Wer Milliardeninvestitionen in klimaneutrale Wärmenetze erwartet, muss endlich verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen schaffen“, erklärt Mattat.

Entscheidend ist nun das angekündigte Wärmenetzpaket. Es muss bestehende Hürden für Ausbau und Transformation der Wärmenetze beseitigen und Investitionssicherheit schaffen. „Das GModG ist beschlossen. Jetzt muss die Bundesregierung auch bei der Fernwärme liefern“, so John Miller, stellvertretender Geschäftsführer des AGFW. „Dazu gehören praxistaugliche Lösungen für die Wärmelieferverordnung und die AVBFernwärmeV, die langfristige Absicherung der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze im Zuge der Novellierung des Wärmeplanungsgesetzes sowie die zügige Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Weitere Verzögerungen können wir uns nicht leisten.“ 

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