Energieministerkonferenz setzt wichtige Signale für Wärmewende, KWK und verlässliche Regulierung
Die Einordnung der klimaneutralen Wärmeversorgung als Schlüsselherausforderung sowie die klare Bewertung von Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als unverzichtbare Bausteine unterstreichen den politischen Handlungswillen der Länder.
Besonders wichtig ist aus Sicht des AGFW die klare Positionierung zur Zukunft der Kraft-Wärme-Kopplung. Dass die Energieminister das Auslaufen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) im Jahr 2026 ausdrücklich als Risiko benennen und eine zügige Novellierung fordern, unterstreicht den akuten Handlungsbedarf deutlich. Damit greifen die Länder zentrale Forderungen des AGFW auf und erhöhen zugleich den Druck auf die Bundesregierung.
„Die Energieministerkonferenz bestätigt, was der AGFW seit langem fordert: Wir brauchen dringend eine Verlängerung und verlässliche Weiterentwicklung des KWKG sowie bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz klimaneutraler Brennstoffe. KWK ist für die Wärmenetze ein zentraler Baustein für Versorgungssicherheit, Flexibilität und den Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Jetzt ist entscheidend, dass die Bundesregierung nicht länger ankündigt, sondern endlich liefert“, so Frank Mattat, Geschäftsführer des AGFW.
Ein weiteres zentrales Signal der Energieministerkonferenz ist die erneute Aufforderung zur Novellierung der AVBFernwärmeV. Dabei wird ausdrücklich betont, dass Investitionssicherheit gewährleistet werden muss. Aus Sicht des AGFW ist dies eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Wärmewende.
„Damit die Wärmewende gelingt, müssen Investitionen in die Dekarbonisierung wirtschaftlich tragfähig und langfristig refinanzierbar sein. Eine entsprechende Novellierung wurde bereits in den Eckpunkten zum GModG angekündigt und muss nun zeitnah umgesetzt werden. Wir brauchen einen verlässlichen regulatorischen Rahmen für Investitionen in Erzeugung, Netze und Dekarbonisierung. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, die Beschlüsse der Energieministerkonferenz konsequent aufzugreifen“, so Mattat.



