Datengestützte Heizungsprüfung / -optimierung nach §60b GEG

Januar 2026

Laufzeit: Juni 2024 - Februar 2026

Die aktuelle Regelung nach §60b GEG zur Heizungsprüfung führt zu hohem bürokratischen Aufwand und geringer Umsetzungsgeschwindigkeit. Insbesondere im Bereich Fernwärme bindet sie dringend benötigte Fachkräfte für zeitraubende Einzelprüfungen, ohne dass dies unmittelbar zu bedeutenden Energieeinsparungen führt.

Fernwärme hat den besonderen Vorteil, dass eine effiziente Einstellung der Heizungsanlagen (Hausstationen) unmittelbar Netzverluste senkt, die Systemeffizienz erhöht und die Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Großwärmepumpen, Solarthermie) verbessert. Niedrige Rücklauftemperaturen reduzieren zudem den Stromverbrauch von Netzpumpen und erhöhen ohne zusätzliche Investitionen die Anschlusskapazität des Fernwärmenetzes.

Die Installation fernauslesbarer Wärmezähler (WMZ) ermöglicht prinzipiell eine datengestützte Analyse von Hausstationen. Diese Hypothese wurde in diesem Projekt von mehreren „IT-Unternehmen“ am Bsp. von 12 WMZ Datensets (min. Jahr) aus drei verschiedenen FW-Systemen bewiesen. Zum direkten Vergleich wurde in den gleichen Gebäuden eine Heizungsprüfung nach §60b GEG, von entsprechenden Experten, durchgeführt. 

Die Gemeinsamkeit und Unterschiede werden in einem vergleichenden Bericht gegenübergestellt und eingeordnet. Es wird gezeigt, dass die Datenanalyse unkomplizierte Optimierungen ohne großen Experteneinsatz ermöglicht. Dadurch lassen sich Einstellungen der Heizungsanlagen schnell und effektiv verbessern, Aufwand und Kosten reduzieren, sowie die Akzeptanz bei Anlagenbetreibern deutlich steigern. Als Fazit bleit dabei festzuhalten, dass die gezielte Nutzung digitaler Analysemöglichkeiten die Ziele des GEG beschleunigt, dabei bürokratischen Aufwand reduziert und die Ressourcenverwendung im Bereich Fernwärmeoptimiert.

Erfahrungsbericht zum Download